• Was natürlich nicht erwähnt wird, ist, dass so wie ich es gehört habe, diese Regeln von jedem gewerblichen Händler egal ob Amazon oder eine selbständige Person, die sich damit gerade über Wasser hält, verlangen, dass diese sich in einem Register in jedem Mitgliedsstaat registrieren und dort einen Repräsentanten benennen, was aufgrund des enormen Aufwands und der Kosten de-facto dazu geführt hat, dass jetzt sehr viele kleinere Händler den Versand in andere EU-Staaten ausgesetzt haben.

    • kuro ( kuro@piefed.social ) 
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      3 months ago

      Das ist wirklich lächerlich und dückt kleine Shops komplett aus Märkten raus. Habe einen Bekannten der einen Online-Shop betreibt und er ist wirklich am verzweifeln mit den neuen EU Regeln bzgl. Verpackung.

    • Sibbo ( Sibbo@nord.pub ) 
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      3 months ago

      Ich dachte die hätten das alle nicht richtig verstanden, und es gibt die Möglichkeit, die Verpackung an andere Firmen outzusourcen?

      Also kann nicht Firma X hingehen und EU-kompatible Pappkartons herstellen, und die dann mit Siegel an kleine Ein-Mensch-Unternehmen verkaufen?

            • Sibbo ( Sibbo@nord.pub ) 
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              3 months ago

              Der Händler kann in seinem Vertrag ja vorschreiben, dass der Verpackungsbetrieb sich dagegen versichern muss. Die Versicherung kann dann auch wieder pleite gehen, aber genau das selbe kann passieren wenn dem Händler alle seine Ware geklaut wird oder abbrennt. Irgendwann wird es dann lächerlich.

      • Gibt jetzt schon Netze aus irgendwelchen Fasern, die sich eher nach Stoff anfühlen. Keine Ahnung was das genau ist, aber fühlt sich nicht nach Kunststoff an. Könnte natürlich trotzdem Kunststoff sein, aber ich hoffe, es sind Naturfasern.

      • A_norny_mousse ( A_norny_mousse@piefed.zip ) 
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        3 months ago

        Bin gespannt, was es da für Alternativen geben wird…

        Lose.

        Ich hab aber auch schon mal etwas andere Plastikverpackungen gesehen - kein Netz, eher eine gelöcherte harte Folie. Weniger Mikroplastik schätz ich mal.

            • Leider insbesondere im Discounter ums Eck hier bei mir nicht. Zwiebeln, Kartoffeln, Zitronen, Orangen, Karotten, Pflaumen, kürzlich sogar Nektarinen. Alles Dinge die ich einzeln kaufen wollte aber nicht bekommen habe.

              Beim Supermarkt nen Stück weiter siehts etwas besser aus aber da sind die losen Stücke halt doch meist schon die teure Variante und einiges gibt’s da immer noch nicht einzeln.

      • Kann mir als Ersatz nur eine Plastiktüte vorstellen.

        Karton wäre undurchsichtig = da vertraut der Kunde nicht, ob die Früchte noch gut sind. Und unverpackt trauen sich die Märkte nicht.

        • Oder so gelöcherte Papptüten, wie auch manchmal bei Kartoffeln. Oder Papp-Tragerl mit Abdeckung.

          Unverpackt werden Zitronen und Orangen schon angeboten. Denke aber das Angebot gleich mehr zu kaufen, soll bestehen bleiben.

          • Kann mir da gut diese 6er Kartons bei den Äpfeln vorstellen. Btw. Verpackung hat auch eine Schutz- und Hygienefunktion. Geht nicht nur darum mehr zu verkaufen.

            Du möchtest nicht sehen, was manche Kunden das Obst drehen, riechen und vor allem quetschen, um es dann wieder zurück zu legen.

            Da hilft verpackte Ware Ausschuss zu vermeiden, denn am Ende bleiben dann matschige und optisch nicht makellose Ware liegen.

            • Akelei ( Akelei@discuss.tchncs.de ) 
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              3 months ago

              Hab da kürzlich schier die Krise gekriegt beim Einkaufen. Mein Immunsystem ist geschwächt, aber z.B. Kolibakterien sterben erst bei 3 Minuten 70°. Wie soll man denn Pfirsiche sauber kriegen? Woher weiß ich, wie es die Opis, die alles Obst antatschen und drücken, mit der Hygiene halten? Da vergeht mir wirklich der Appetit. Hab dann nur Obst gekauft, bei dem man die Schale nicht isst.

              • Das wird doch nicht besser, wenn das Zeug verpackt ist. Du weißt genausowenig, wer das Zeug beim ernten oder verpacken angefasst hat und Du weißt nicht, welche Mäuse, Ratten oder sonstiges Getier bei der Lagerung drübergelaufen sind und Ihre Auscheidungen hinterlassen haben.

                Ich hab auch gerne dieses latente Gefühl, dass verpackt hygienischer ist, vermutlich geht das den meisten Menschen so, aber das ist eine trügerische Sicherheit.

                • Akelei ( Akelei@discuss.tchncs.de ) 
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                  3 months ago

                  Danke für den Realitycheck. Ratten, das ist gruselig, aber absolut realistisch. Hatte mal eine mexikanische Mitbewohnerin, die für Obst und Gemüse ein Desinfektionsspray benutzt hat, das sie extra aus Mexiko mitgebracht hat

        • Christian ( 872XXE@feddit.org ) 
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          3 months ago

          Es gibt doch so viel unverpacktes Obst und Gemüse. Bis auf wenige Ausnahmen bekommt man doch mittlerweile alles unverpackt. Es macht vielleicht nicht jeder Discounter.

    • Typischerweise Kunststoff, der wird feinstes Mikroplastik und lässt sich auch scheiße recyclen.

      Ich versuche immer, die Netze zu vermeiden und nehme Obst und Gemüse am liebsten unverpackt oder in Papp/Papier-Verpackungen.

    • Imke ( Imke@feddit.org ) 
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      3 months ago

      Sind auch schwer reycelbar wegen sortenunreiner Materialzusammensetzung und wegen Verhedderungsgefahr eher Störstoff in den Sortieranlagen.

      Weiß nicht, ob das ein gutes Beispiel ist, aber vielleicht zeigt das ja eine der problematischen Eigenschaften: bei mir verheddern sich im Zwiebelnetz immer die Zwiebelschalen, sodass sich selbst mit viel Liebe für die Kreislaufwirtschaft Schalen (oder besonders Schlimm Kartoffelkeime lol) für die grüne Tonne kaum von der Verpackung für die gelbe Tonne trennen lassen. Auch wenn man sich in den Anlagen Sortiervorbereitungsmechaniken wie z. b das Zerkleinern vorstellt, wirken die Netze auf die Maschinen bestimmt wie Fangnetze auf Wale…

        • Imke ( Imke@feddit.org ) 
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          3 months ago

          Hoffentlich landet die Ersatzverpackung dann nicht mehr im Ofen. Derzeit liegt die stoffliche Verwertungsquote beim gelben Sack bei ca. 70% und wird stetig angehoben. Abgesehen davon mag die grüne Tonne Bioabfall ja auch ganz gerne, zum einen für Biogas, zum anderen wegen der viel kürzeren Entsorgungsfahrwege und vor allem wegen der Substitution von mineralischem Dünger.

  • Die EU gibt zukünftig vor, wie hoch der Rezyklatanteil in verschiedenen Verpackungsarten sein muss, also der Anteil aus bereits recyceltem Material.

    d.h. alter müll der oft nicht sortenrein ist und allerlei verunreinigungen enthält, muss nun verwendet werden um unsere neuen lebensmittelverpackungen herzustellen (die natürlich geringfügig substanzen direkt an’s essen abgeben)? nein danke

  • ich bin dafür, bestimmte dinge zu verbieten die giftigen müll produzieren, insb. schwermetallhaltigen müll z.b. nickel-cadmium-batterien etc

    und dann alles was übrig bleibt zusammen in große restmülltonnen zu werfen und zu verbrennen. (außer halt papier)

    • Sibbo ( Sibbo@nord.pub ) 
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      3 months ago

      Naja, wenn alles aus nachwachsenden Rohstoffen besteht, dann wäre das ne gute Kreislaufwirtschaft. Wenn man dann plastik verbrennt, dann fördert es nur wieder den Treibhauseffekt.

      • Das ist eh bereits aus dem Boden geholt. Das Schicksal aller Plasten:

        • Entweder man verbrennt es mit Filtern.
        • Oder es verbrennt irgendwann unkontrolliert.
        • Oder es gelangt irgendwann in die Umwelt und vergiftet/blockiert einen Organismus, bevor es durch UV zu CO² (und Giftstoffen) wird.

        Recycling ist nur ein Zwischenschritt.

      • jaa stimmt. vielleicht hätte ich das näher ausführen sollen.

        ich erinnere mich mal recherchiert zu haben wieviel fossile rohstoffe überhaupt genutzt werden, um daraus plastik herzustellen. weltweit werden denke ich so größenordnungsmäßig um die 3% der gesamten verbrauchten fossilen rohstoffe für die plastik-erzeugung genutzt, während der ganze rest, also ca. 97% energetisch verwertet werden.

        das sind aber nur sehr grobe antworten, die womöglich auch daneben liegen können. nicht gezählt wurde hier z.b. asphalt-herstellung, was auch noch dazu kommt.

        ich sollte irgendwann mal bessere zahlen heraussuchen.


        jedenfalls, die 3% die für plastik verwendet werden (sofern es wirklich 3% sind) sind gerade so viel, wie erneuerbar nachwachsen könnte. also wenn die ganze energieerzeugung aus erneuerbarer energie kommt, dann können die restlichen 3% auch durch nachwachsende biomasse ersetzt werden. weil derzeit ca. 30x so viel fossile rohstoffe verbraucht werden, wie jährlich nachwachsen können.