Seit heute Abend läuft fedi.stream. Der Anlass war banal: Bei Mastodon ist ein Videoanhang nach zwei Minuten zu Ende. Was daraus wurde, warum es kein YouTube-Klon ist, und was der erste Abend gezeigt hat.
@Lemmchen Zur Frage, was daran föderiert ist: Jeder Kanal ist ein eigener ActivityPub-Actor, mit Inbox, Outbox, Followers und WebFinger. Von hier abonnierbar, neue Videos landen im Feed, Antworten werden zu Kommentaren unterm Video. Prüfbar ohne Konto:
@Lemmchen Korrekt. Die Videodateien liegen zentral und werden von dort ausgeliefert, derzeit direkt aus dem Objektspeicher, später über ein vorgelagertes Auslieferungsnetz. Föderiert sind Identität, Ankündigungen und Kommentare, nicht die Dateien selbst.
Das ist Absicht, nicht Bequemlichkeit. Video wirklich zu föderieren hieße, dass mehrere Server dieselbe Datei vorhalten und ausliefern, und das kostet jeden davon Geld.
PeerTube kann das seit Jahren über Redundanz, genutzt wird es kaum, und an den Kosten sind größere Instanzen eingegangen.
Das eigentliche Problem der Föderation ist aber ein anderes: durchhalten. Meine beiden Mastodon-Instanzen laufen seit 2018, und ehrlich gesagt war ich zwischendurch selbst kurz vorm Aufgeben. Das schaffen die wenigsten, und bei Video wird es teurer, nicht leichter.
Deshalb meine Annahme: Es trägt nur über Spenden und ein Konzept, das die Kosten von Anfang an einrechnet.
Ob das aufgeht, weiß ich nicht, und ich behaupte auch nicht, die Lösung zu haben. Ich probiere sie aus: in Europa, dazu in Deutschland, wo es rechtlich eher schwerer ist, und als Privatperson statt als Firma.
Und ich wünsche mir, dass mehr Leute diesen Mut aufbringen. Das Fediverse braucht Leute, die etwas aufbauen und dabeibleiben, auch wenn es mühsam wird. Nicht mich, sondern viele.
@Lemmchen Zur Frage, was daran föderiert ist: Jeder Kanal ist ein eigener ActivityPub-Actor, mit Inbox, Outbox, Followers und WebFinger. Von hier abonnierbar, neue Videos landen im Feed, Antworten werden zu Kommentaren unterm Video. Prüfbar ohne Konto:
curl -H ‘Accept: application/activity+json’ https://fedi.stream/channels/NAME
Der Login über ein bestehendes Konto ist Bequemlichkeit, nicht der Kern.
Bei Loops hast du recht. Fragen hätte übrigens auch gereicht, ich lese hier mit.
Das heißt aber, dass die Videoinhalte nicht förderiert sind, sondern zentral ausgeliefert werden, korrekt?
@Lemmchen Korrekt. Die Videodateien liegen zentral und werden von dort ausgeliefert, derzeit direkt aus dem Objektspeicher, später über ein vorgelagertes Auslieferungsnetz. Föderiert sind Identität, Ankündigungen und Kommentare, nicht die Dateien selbst.
Das ist Absicht, nicht Bequemlichkeit. Video wirklich zu föderieren hieße, dass mehrere Server dieselbe Datei vorhalten und ausliefern, und das kostet jeden davon Geld.
PeerTube kann das seit Jahren über Redundanz, genutzt wird es kaum, und an den Kosten sind größere Instanzen eingegangen.
Das eigentliche Problem der Föderation ist aber ein anderes: durchhalten. Meine beiden Mastodon-Instanzen laufen seit 2018, und ehrlich gesagt war ich zwischendurch selbst kurz vorm Aufgeben. Das schaffen die wenigsten, und bei Video wird es teurer, nicht leichter.
Deshalb meine Annahme: Es trägt nur über Spenden und ein Konzept, das die Kosten von Anfang an einrechnet.
Ob das aufgeht, weiß ich nicht, und ich behaupte auch nicht, die Lösung zu haben. Ich probiere sie aus: in Europa, dazu in Deutschland, wo es rechtlich eher schwerer ist, und als Privatperson statt als Firma.
Und ich wünsche mir, dass mehr Leute diesen Mut aufbringen. Das Fediverse braucht Leute, die etwas aufbauen und dabeibleiben, auch wenn es mühsam wird. Nicht mich, sondern viele.