• Immer noch kein Endlager.

      Die Endlagerfrage halte ich für eine Nebelkerze. Bei Kohle / Gas kümmert es kaum jemanden was mit dem CO₂ passiert, und das ist aus meiner Sicht zur Zeit eine weit größere Gefahr als Atommüll. Alles andere stimmt natürlich, und es gibt inzwischen kaum Gründe für neue Atomkraftwerke. Ich würde aber sagen wir wären jetzt besser dran wenn wir einen Haufen Atommüllzwischenlager hätten statt Unmengen CO₂ in der Atmosphäre.

      • saimen ( saimen@feddit.org ) 
        link
        fedilink
        arrow-up
        2
        ·
        26 days ago

        Der CO2 Ausstoß ist doch gerade das, was an den Kohle- und Gaskraftwerken kritisiert wird. Und Atomkraftwerke werden dann immer wieder als Alternative angepriesen, worauf mit der ungelösten Frage des Atommülls gekontert wird.

        • Aber während die Atommüllfrage mit dazu beigetragen hat dass wir jetzt keine Atomkraftwerke mehr haben, erzeugen wir trotz der CO₂-Frage immer noch über 40% unseres Stroms aus fossilen Brennstoffen. Und das CO₂ ist jetzt in der Atmosphäre und macht substantielle Probleme, während Atommüll relativ ungefährlich irgendwo rumliegen könnte (klar wär das nicht ideal, aber imo weniger schlecht).

          • saimen ( saimen@feddit.org ) 
            link
            fedilink
            arrow-up
            1
            ·
            26 days ago

            Dafür hat Atomkraft den Strompreis künstlich (da viele der Kosten insbesondere die Müllentsorgung der Staat übernahm) unten gehalten. Erst jetzt lohnt sich wirtschaftlich aufgrund auch der schwankenden Preis der Umbau der Energieversorgung wirklich, siehe zum Beispiel die ganzen Batteriespeicher die aus dem Boden sprießen. Das hat halt der vermeintlich günstige Atomstrom vorher blockiert.

  • AAA ( AAA@feddit.org ) 
    link
    fedilink
    arrow-up
    31
    ·
    28 days ago

    Natürlich zeigen Investoren begrenztes Interesse. Jeder mit 3 Gehirnzellen kann sich ausmalen welchen Widerstand der Bau von Atomkraftwerke anziehen wird, wenn schon Solar- und Windparks verwirrte NIMBYS auf den Plan rufen. Tatsächlich werden das die ersten sein, die da dann auch plötzlich dagegen sind.

    Die Wirtschaftlichkeit mal ganz ausgenommen.

    • Ooops ( Ooops@feddit.org ) 
      link
      fedilink
      arrow-up
      8
      ·
      28 days ago

      Andersrum… jeder mit 3 Gehirnzellen versteht, dass Atomkraft wirtschaftlicher Wahnsinn ist, wenn nicht Staaten multi-Milliarden bereitstellen und dazu noch das Risiko und die Verantwortung für die Entsorgung tragen. Da hilft es dann auch nicht mehr, dass man Geld dafür ausgibt verwirrte Nimbys auf die preiswerte Konkurrenz zu hetzen. Letzteres hat aber den Vorteil, dass die guten, schon abbezahlten Kohlekraftwerke, in die man ebenfalls investiert hat, noch länger betreiben kann.

  • Wie finden das eigentlich Reiches Geldgeber? Die Fossil-Lobbies haben ja nicht so direkt etwas von Atomkraftwerken. Höchstens als Fakes, die in Musk-Manier Ressourcen von realistischen und sinnvollen Projekten abziehen. Gab da ja auch letztens den Fall, dass BP plötzlich keine Lust mehr hat, seine Offshore-Windparks zu bauen. Dafür müssten sie dann aber zumindest so tun, als hätten sie Bock auf diese Atomreaktoren.

    • safesyrup ( safesyrup@feddit.org ) 
      link
      fedilink
      arrow-up
      16
      ·
      edit-2
      26 days ago

      Ich glaube, das Ziel der Atomdebatte ist, den Weg der Erneuerbaren zu hinterfragen und somit den Ausbau deren zu verlangsamen. Folglich braucht es länger fossile Energieträger da ein AKW so oder so nicht zustande käme. Im Kern die Verzögerung des fossil-Ausstiegs.

  • der_ille ( der_ille@feddit.org ) 
    link
    fedilink
    Deutsch
    arrow-up
    3
    ·
    26 days ago

    In welcher Ecke hat die gepennt als das zum ersten Mal durchgekaut wurde. Ich meine, daß selbst Energieerzeuger keinen Bock mehr auf AKWs haben ist ja nicht erst seit gestern bekannt.