Da Lemmy im nächsten Update auch die Möglichkeit haben wird, seinen Account mit einem TOTP zu sichern, wollte ich einfach mal fragen, was ihr dafür benutzt.

Nachdem ich eine Zeit lang Authy benutzt habe, benutze ich jetzt Aegis. Es ist Open Source und erlaubt Backups über Google, aber auch über Nextcloud. Sieht schick aus und man kann sogar ein Icon pack in die App laden.

  • teacherman ( techerman@feddit.de ) 
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    3 years ago

    Nachdem ich diverse Apps ausprobiert habe, bin ich auch bei Aegis gelandet. Kann alles, was ich brauche – und kommt wie viele andere Apps, die ich nutze, aus dem F-Droid-Store und nicht von Google.

    • kniescherz ( kniescherz@feddit.de ) 
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      3 years ago

      Same. Sehr komfortabel. BW packt einem den Code in die Zwischenablage so dass man ihn nur noch einfügen muss.

      Man muss sich jedoch bewusst sein, dass man seine Security ein wenig verwässert. Wenn das BW Konto übernommen wird sind alle Accounts quasi offen.

      Daher für Bitwarden und E-Mail 2FA per Yubikey.

      • wouzilla ( wouzilla@feddit.de ) deleted by creator
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        3 years ago

        Davon hat ein User auf dem Lases schonmal erzählt. Also man verwaltet alle TOTPs über Bitwarden außer natürlich den für Bitwarden, da man sich dort über den Yubikey authentifiziert? Richtig? Ich finde die Idee nämlich durchaus interessant.

        • brauni ( brauni@feddit.de ) 
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          3 years ago

          Ja. So mach ich das z.B. D.h. alle PWs und 2FA keys sind in Bitwarden. Bitwarden selbst hat ein langes Master Password + yubikey.

          Für ein zwei kritische Sachen (Google Account etc.) hab ich allerdings als 2FA einen yubikey.

      • alphafalcon ( alphafalcon@feddit.de ) 
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        3 years ago

        Ja, es ist dann alles nur noch so sicher wie das Bitwarden-Masterpasswort.

        Es hat aber auch einen gewissen Vorteil, wenn man die Notfallzugriff-Funktion von Bitwarden nutzt, hat der andere auch wirklich Zugriff auf alles.

    • Atemu ( Atemu@lemmy.ml ) 
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      3 years ago

      Hab das immer als kontraproduktiv erachtet. Der ganze Punkt von 2FA ist, dass man Wissen+Haben hat und nicht nur Wissen.

      Wenn man durch Wissen (Master-PW) direkt beides hat, gewinnt man durch 2FA doch nichts mehr.

      • chrismit3s ( chrismit3s@feddit.de ) 
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        3 years ago

        Stimmt, hab da auch mal eine Weile mit ein paar Kollegen diskutiert. Aber wenn der Bitwarden Account durch ein 30+ Zeichen PW abgesichert ist und dazu auf nicht authentifizierten Geräten man noch mein YubiKey benötigt wird, mach ich mir da weniger Sorgen.

      • MSugarhill ( MSugarhill@feddit.de ) 
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        3 years ago

        Wenn jemand meinen Bitwarden Account hat, hast du völlig recht, für jeden einzelnen Dienst unabhängig von bitwarden gibt es aber dennoch eine zusätzliche Hürde. Das ust für mich der realistischste Angriffsvektor.

        • Atemu ( Atemu@lemmy.ml ) 
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          3 years ago

          Wenn jemand meinen Bitwarden Account hat, hast du völlig recht

          Aber das ist doch genau das, wogegen 2FA schützen soll. Neben dem Wissen musst du auch noch etwas besitzen.
          Wenn jemand irgendwie das Wissen erlangt (z.B. dich in der Öffentlichkeit beim PW-eintippen gefilmt), braucht er dann bei 2FA immernoch dein Smartphone, Yubikey, o.Ä., um an deine Accounts ranzukommen.

          für jeden einzelnen Dienst unabhängig von bitwarden gibt es aber dennoch eine zusätzliche Hürde

          Wenn deine Passwörter halbwegs sicher sind, sehe ich keinen wirklichen Benefit.

          Mit meinem Schema (6 Wörter, ein random special char irgendwo) krieg ich ca. 88bits an Entropie.

          Ein TOTP secret ist meines Wissens nach 128bit lang. Wenn 88bit schon mehr als sicher genug sind, bringen die 128bit extra (216bit) keine wirkliche weitere Sicherheit.

            • Atemu ( Atemu@lemmy.ml ) 
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              3 years ago

              Find ich on-topic und eine gute Frage ;)

              In meiner Word-List gibt es 7776 Wörter und ich habe 6 davon, also 7776^6 Möglichkeiten. Entropie in bits ist der log2 der Möglichkeiten: 77.5 bits.

              Ein Englisches Wort ist im Schnitt 7 Buchstaben lang; 6 Wörter also im Schnitt ca. 42. Es gibt also im Schnitt 42 Positionen, an denen das Zeichen durch ein Sonderzeichen ersetzt werden könnte und daher eine weitere Entropie von log2(42) = 5.39 bits.

              An dieser Position wird eins von 32 Sonderzeichen eingesetzt, also nochmal 5 bits an Entropie.

          • MSugarhill ( MSugarhill@feddit.de ) 
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            3 years ago

            Mein bitwarden ist sowieso mit Hardware key abgesichert.

            Die Diskussion ist glaube ich so alt wie es TOTP gibt, hab mir beide Diskussionsstränge zur Genüge zu Gemüte geführt. Für mein Verständnis ist es das beste aus allen Welten mit umsetzbarem Komfort. Aber ich würde es auch nicht per se als Rat geben, jedes muss sein eigenes Assessment machen.

      • jojo ( jojo@feddit.de ) 
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        3 years ago

        Naja, im besten Fall ist Bitwarden ja ebenfalls durch TOTP abgesichert. Sprich man kommt nur an BW ran, wenn auch die TOTP-App/Gerät kompromittiert ist, auf dem die Bitwarden TOTPs laufen. Und in diesem Fall wären dann sowieso alle TOTPs in den Händen des Angreifers.

  • steep ( steep@feddit.de ) 
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    3 years ago

    Ich nutze ein selbst gehostetes Vaultwarden und bin sehr froh darüber, für Passwort und TOTP nicht zwei Apps nutzen zu müssen.

      • DrM ( DrM@feddit.de ) 
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        3 years ago

        Weißt du, wie du SSH mit einer authorized_keys Datei absicherst? Wenn ja dann solltest du auf der sicheren Seite sein und kannst dir auf jedem beliebigen V-Server einen Docker Container hochfahren. Bitwarden und Vaultwarden bringen schon alles notwendige an Sicherheit mit, nur der Host muss natürlich noch abgesichert sein

        • n0x0n ( n0x0n@feddit.de ) 
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          3 years ago

          Jeder hat andere Anforderungen, aber mir wurde das nicht reichen. ssh mit Schlüssel ist sehr sicher, aber reden hier voll einem PW-Manager. Wer den hat, hat Dein ganzes digitales Leben…

        • n0x0n ( n0x0n@feddit.de ) 
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          3 years ago

          Nicht vergessen, Kinder: Wenn Euch jemand Schokolade anbietet, nicht ins Auto einsteigen. Und nie Scripte ausführen, von denen Ihr nicht den Quellcode angeschaut habt.

          Vor allem nicht bei sowas wie PW-Managern.

  • joba2ca ( joba2ca@feddit.de ) 
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    3 years ago

    KeePass. Hab viele der hier genannten Apps durch und finde es mit Abstand am besten. Gibt verschiedene Mobile Apps und mit KeepassXC auch einen top Desktop Client für alle Plattformen.

    Sync funktioniert mit ungefähr allen Cloudanbietern reibungslos.

    Trenne dabei zwischen meiner Passwortdatenbank und meiner TOTP Datenbank und habe zwei verschiedene Apps dafür, weil mir die eine für OTPs besser gefällt.

    Edit: Finde besonders Toll, dass die Passwörter einfach in Form einer Datei gespeichert werden. So kann man das eigentliche Passwort-Management, aka KeePass Datei, vom Cloud Anbieter zum Synchronisieren trennen. Wechsel der KeePass App bzw. des Cloudanbieters wird dadurch trivial. Fast kein Lock-In.

    • maiskanzler ( maiskanzler@feddit.de ) 
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      3 years ago

      Heute auf lemmy gelesen, dass es momentan wohl nicht weiterentwickelt wird. Viele nehmen jetzt wohl stattdessen Aegis.

      Aegis sieht gut aus, aber momentan bin ich noch nicht bereit auf etwas neues zu wechseln. Wer sagt denn, dass andOTP überhaupt Probleme hat? Oder dass Aegis automatisch sicherer ist? Manche Software ist irgendwann auch einfach "fertig"🤷

    • breezelbub ( breezelbub@feddit.de ) 
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      ·
      3 years ago

      Bin von andotp zu aegis, nachdem ersteres abgekündigt war. export der keys, import drüben, klappte. Beide haben den Vorteil das sie sich die DB mit otpclient auf dem Desktop teilen können.

    • twei ( twei@feddit.de ) 
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      ·
      3 years ago

      Müsste immer noch 2FA sein, da das Gerät ja Zugang zu deinem BW account haben muss, der dann hoffentlich auch mit 2FA geschützt ist

    • wouzilla ( wouzilla@feddit.de ) deleted by creator
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      3 years ago

      Manchmal sind es die guten Kompromisse zwischen Komfort und Sicherheit, die wirklich langfristig tragfähig sind. Was nützt ein Yubikey, wenn das einfach unkomfortabel ist?

      • DerRackletTänzer ( Girtablulu@feddit.de ) 
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        3 years ago

        yap einer meiner Gründe wieso ich yubikey nicht habe, ich weiss das es sicherer wäre bin aber doch zu faul und dann genervt das ich das ding erstmal finden muss. Muss noch was gescheites finden wie ich bitwarden auf dem Handy handle, momentan hat meine Faulheit gewonnen 😅

        • wouzilla ( wouzilla@feddit.de ) deleted by creator
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          3 years ago

          Ja, fühle das total. Ich kann doch nicht jedes Mal den Schlüsselbund am Yubikey an der Wohnungstür rausziehen um mich daraufhin zu authentifizieren. Aber ich brauche den Yubikey am Schlüsselbund, damit ich unterwegs nicht aufgeschmissen bin. Es ist wirklich ein wenig kompliziert. Hier unten im Thread wird auch eine gute “95-Prozent-Lösung” beschrieben, die deutlich komfortabler ist. Alle TOTPs werden über Bitwarden abgerufen. Bitwarden selbst aber über den Yubikey.

          • federalreverse-old ( federalreverse@feddit.de ) 
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            3 years ago

            Den Schlüsselbund in der Tasche der aktuellen Standardhose zu haben löst das Problem. Löst auch das Problem, dass man ohne Schlüssel aus dem Haus geht.

            Allerdings … Windows 11 zwang mich, meinen Yubikey mit einer PIN zu versehen. Android unterstützt wiederum keine PINs bei FIDO-Sticks (jedenfalls ist das bei Android mit MicroG so). Effektiv kann ich den Yubikey also nur noch auf dem Laptop nutzen.

  • j4yt33 ( j4yt33@feddit.de ) 
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    7
    ·
    3 years ago

    Ich muss für die Arbeit den Microsoft Authenticator benutzen und nehme den jetzt auch einfach für alles andere. Zumindest solange, bis mir irgendein internet-nerd sagt, dass das ganz schlimm ist und alle meine Kontodaten irgendwo im darknet hochlädt