In Deutschland wird durch unsere Noten gemessen, wie viel wir gelernt haben. Unsere Noten entscheiden dabei über unsere Zukunft: werden wir in die nächste Stufe versetzt? Welche Ausbildungen dürfen wir antreten? Kommen wir das Studium anfangen, welches wir uns wünschen? Welche Jobs bekommen wir?

Dabei zeigen eigene Studien, dass wir diesen Schulnoten nicht ganz vertrauen können. Einige Länder, wie Finnland und Schweden verzichten bereits teilweise auf sie.

Sollen wir weiterhin an “sehr gut”, “gut” “befriedigend”, “ausreichend”, “mangelhaft” und “ungenügend” festhalten? Anders gesagt: brauchen wir Schulnoten noch?

Hier würde mich eure Meinung interessieren. Was sind eure Erfahrungen mit dem Notensystem und wie würdet ihr die momentane Situation ändern, wenn überhaupt?

  • Tartufo ( Tartufo@lemmy.blahaj.zone ) 
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    3 years ago

    Ergänzend hierzu: Diese Noten müssen dann auch so objektiv wie möglich sein. Die “mündliche Note” steht der Objektivität massiv entgegen. Manche Schüler sind vielleicht schriftlich nicht so gut, denen könnte man dann aber anstelle einer Arbeit anbieten eine Präsentation zu halten.

    Solange mündliche Noten aber sind, wie sie sind, bekommen auch weiterhin Schüler von gewissen schlechten Lehrern alleine für ihr bei Geburt zugewiesenes Geschlecht bestimmte Noten - ja, ich hatte so einen. Der hat das sogar offen zugegen. Gejuckt hat es niemanden, waren ja gute Noten und selbst der größte Störenfried bekam immer noch ne 4. Grund? “Man kann doch niemanden wegen einem Nebenfach sitzen bleiben lassen.”

    So eine (in weniger starken Ausmaß gewollte) Willkür pervertiert aber die komplette Notengebung und befreit sie von jeglichem Sinn: War x mit der 2 jetzt einfach gut oder ist da bei der Bewertung viel Spielraum genutzt worden? Und ja die Objektivierung heißt halt auch, dass da mehr Personal an die Schulen muss. Selbst wenn es nur gute Lehrer gäbe würden die das alleine mit ihrer aktuellen Anzahl nicht schaffen, weil die einfach zu viel haben, worum sie sich kümmern müssen.