SPÖ-Vizeklubvorsitzende Julia Herr verspricht, dass die Erträge aus einer Erbschaft- und Vermögensteuer für eine Lohnsteuersenkung und das Gesundheitssystem verwendet werden sollen. Über ein Verbot von Privatjets wird nachgedacht.

Wenn das reichste Prozent der Bevölkerung in Österreich fast die Hälfte des gesamten Vermögens besitzt, dann ist einiges aus dem Ruder gelaufen. Wer solchen Reichtum besitzt, muss einen Beitrag zum Sozial- und Gesundheitssystem leisten. Deswegen fordern wir als SPÖ die Millionärsteuer.

  • Treczoks ( Treczoks@kbin.social ) 
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    22
    ·
    3 years ago

    “Über ein Verbot von Privatjets wird nachgedacht”. Mann, wenn bei der SPÖ mal überhaupt jemand nachdenken würde. Kein Reicher (mit einem Rest von Verstand) hat einen “Privatjet”. Die haben einen Jet bei einer Charterfirma stehen, für den sie Buchungspriorität haben. Das ist dann zwar technisch wie ein Privatjet, da der aber von einer Firma und nicht von einer Person betrieben wird, und damit Massen an Steuern wegfallen. Wenn Ihr das nächste Mal an der Tankstelle zwei Euro für einen Liter Sprit bezahlt, denkt mal daran, dass der Sprit für diesen quasi-aber-nicht-ganz Privatflieger nur 38ct pro Liter kostet. Wegen all der Steuern, die nicht bezahlt werden müssen.

    • Bin auch grundsätzlich skeptisch (wähl ja nicht SPÖ), aber aus dem Satz lese ich jetzt keine Inkompetenz raus.

      1. Wenn man den Besitz verbietet und nicht das Eigentum dann trifft das die Leute sehr wohl.
      2. Wenn man das Landen und Starten verbietet trifft es die Leute auch.

      Gibt vermutlich einen Grund warum sie nachdenken, damit das eben nicht so passiert. Sonst hätten sie einfach einen unüberlegten Entwurf auf den Tisch geprackt.

      Klar, die greifen oft ins Klo und müssen oft bei Kompromissen viel Substanz am Weg liegen lassen, aber gerade die jungen Roten haben doch noch ein bissl mehr Geist in ihrem Körper als das.

  • Ich stimme ihr in allem zu:

    1. Es ist unzureichend, aber ein wichtiger erster Schritt
    2. Man kann Löcher im laufenden Betrieb schließen, die wichtigste Hürde ist der Erlass
    3. Die Konservativen lesen Piketty (haha, lesen tut das niemand - 700 Seiten Wirtschaftsmathematik - sie kennen zumindest das Argument) und können keine guten Gegenargumente finden und sind trotzdem dagegen.

    dazu noch was - checkt die Daten von Piketty aus: https://wid.world/

    Wenn nicht demnächst was passiert können wir die Zinsen, Renditen und Mieten nicht mehr bedienen weil das Gehalt von Arbeiter*Innen nur so weit gekürzt werden kann. Dann krachts, unzwar furchtbar. Das muss vermieden werden, statistisch geht das sehr schlecht für viele Menschen aus. Der Idealfall ist da noch das USA in den 30er Jahren, wahrscheinlicher im derzeitigen politischen Klima sehe ich das Italien der 20er oder Deutschland der 30er.

      • Das ist der Einkommensgraph hier ist der Vermögensgraph.

        edit: Wenn man die Top 10% einblendet sieht man dass die etwa gleich bei 60% (!!!) bleiben. Wenn alle anderen steigen bedeutet dass die “Mittelschicht” (grauenhafter, falscher Begriff) wird gemolken. Stattdessen sollten die Top 1% das abgeben was uns zusteht in einer Solidargesellschaft.

    • aoer ( aoer@feddit.de ) 
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      8
      ·
      3 years ago

      Die Schweiz hat aber eine Vermögenssteuer, also wieso sollen die in die Schweiz gehen wenn bei uns eine Vermögenssteuer eingeführt wird. Das gleiche gilt übrigens für die meisten Länder in Europa. Österreich ist bei Vermögensbezogenen Steuern ganz in unteren Bereich.

        • Wenn wir nie anfangen das umzusetzen wird es nie was werden. Niemand argumentiert (nicht mal sie selbst) dass die erste Umsetzung perfekt ist.

          Und wenn die ganzen reichen ihre Assets abstoßen im Land, dann gehört uns das Land auch wieder. Da hab ich kein Problem damit.

          Was glaubst wie leistbar Wohnungen und Häuser dann sind? pipifein