Als jemand der ursprünglich selber aus Thüringen kommt, glaube ich nicht dass man diese Leute zurückholen kann, solange die AFD existiert.
Diese Art Leute gab es dort schon immer und es wird sie immer geben. Eigenes Haus, genug Geld zum Leben, aber schimpfen. Es wurde schon vor 20 Jahren geschimpft, es wird auch heute geschimpft.
Alle anderen, vom Nachbarn bis zum Kind in Afrika kriegen mehr, ohne was dafür zu tun. Die Regierung macht ihnen das Leben schwer, aus purer Bosheit. Und sie kriegen nichts. Und wenn sie doch was kriegen, müssen sie Steuer darauf bezahlen. Und die Steuer muss man jetzt im Internet machen. So eine Frechheit, das kann doch keiner. Und auf der Sparkasse ist keiner mehr. Nur noch Computer und wenn man die falsche Taste drückt ist die Karte weg und das Konto leer. Und das Geld nehmen die dann und geben es “denen”. Und der letzte Arzt ist jetzt in Rente und jetzt muss man so lange fahren und der neue Arzt ist irgendeo ein Jungspund und nen komischen Namen hat er auch. Der hat doch keine Ahnung von den Krankheiten hier bei uns. Und warten muss man auch immer so lange. Jetzt soll ich meine Heizung austauschen, die ist doch gerade erst neu, hab ich direkt nach der Wende einbauen lassen. Das kostet wieder, obwohl ich dar gar kein Geld habe…
Solche Boomervögel gibt es leider überall, auch im Westen. Hab ein paar solcher Gestalten im Dorf, die trotz Haus, SUVs in der Einfahrt und guten Job eine solche Miene ziehen, dass das Bauernpaar aus dem Gemälde “American Gothic” wie Glücksbärchis wirken.
Und dann soll ich auch noch son Pumpendingens einbauen, mein Heizungmontör sagt aber, die sind noch nicht ausgereift und verbrauchen voll viel Strom. Und meine Kinder schreiben so schlechte Noten in der Schule.
Eigenes Haus, genug Geld zum Leben, aber schimpfen.
Erschreckend, was heutzutage als Maß zugrundegelegt wird, ab dem man “nicht mehr schimpfen” darf.
Wer darf aus Deiner Sicht denn politisch partizipieren? Die mit “Haus und Geld zum Leben” offensichtlich nicht mehr.
Es geht um eine Schimpf- und Neidkultur, die wenig mit den realistischen Umgebenheiten zu tun hat. Erkennt man ja gut in dem Artikel mit dem Beispiel der Geflüchteten, die gerade mal 0,6 Prozent der Bevölkerung in Thüringen ausmachen. Da wird sich dann aber trotzdem über eine ‘Flüchtlingswelle’ das Maul zerrissen, die angeblich den Wohlstand auffrisst.
Wenn die Flüchtlingswelle nicht den Wohlstand auffressen würde, dann hätten erfolgreiche Staaten wie die Schweiz, Australien oder Kanada das deutsche Einwanderungsmodell.
Das Gegenteil ist der Fall. Diese Staaten haben ein hohes Wohlstandsniveau gerade weil sie hochgradig selektiv sind bei der Einwanderung.
Dass es andere Modelle in anderen Ländern gibt die ein höheres Wohlstandsniveau haben, ist doch kein Beweis dafür, dass es hier schlechter funktioniert.
Du stellst eine hypothetische Kausalkette auf für die du keine Beweise hast. Kann man auch sagen, dass der Reiskonsum dort höher ist und gleichzeitig der Wohlstand. Sollen wir deswegen jetzt alle mehr Reis essen?
Da muss man schon ein wenig fundierter rangehen, wenn man wirklich wissen will, warum das Wohlstandsniveau in anderen Ländern höher ist. Schon alleine die geographische Lage ist ja ein entscheidender Unterschied bei zwei von drei deiner Beispiele, die einen direkten Vergleich so gut wie unmöglich machen.
Es geht gar nicht darum, dass man politisch nicht partizipieren dürfte. Es geht darum, dass Leute denen es offensichtlich nicht schlecht geht, darüber schimpfen wie schlecht es ihnen doch geht. Und dann schimpfen sie auch noch hauptsächlich nach unten auf Gruppen, die weniger haben und denen man helfen muss. Dass es ihnen global gesehen mit am besten geht begreifen diese Leute gar nicht. Die Menschen in den Regionen die von uns westlichen Ländern ewig ausgebeutet wurden, denen geht es laut solchen Leuten besser. Die kriegen angeblich alles. Und die sind selber Schuld daran dass sie arm sind und dort Krieg ist. Sind nämlich alle nur faul. Genau wie die arbeitslosen früher. Und die Jugend. Keinen Tag gearbeitet, aber bekommen Geld zum studieren.
Hier geht es nicht um sinnvolle Kritik und Verbesserung, hier geht es um eine gefühlte Ungerechtigkeit, dass andere “alles” bekommen und es einem selber immer weggenommen wird. Das ist nicht konstruktive Kritik, das ist nutzloses meckern.
Jeder darf partizipieren. Aber meckern ist nicht partizipieren.
Ich finde es ja schade, dass diese Menschen so absolut keine Perspektive dafür haben, wie gut es ihnen eigentlich geht. So ein Urlaub nach Kambodscha oder in eines der -stans würde denen echt gut tun.
Ich bin auch nicht bereit, dieses Rumgenöhle für voll zu nehmen. Wenn die irgendwann den Laden übernehmen, weil sie in die Überzahl kommen, dann ist ohnehin der Punkt gekommen, wo anders hinzugehen. Also für mich ist der schon lange hinter mir, aber dann sollten alle, die etwas Hirn in der Birne haben folgen in meinen Augen.
Bevor ich mich verabschiede, frage ich die Thüringerin nach ihrem Namen. „Oh“, sagt sie, „ich möchte meinen Namen nicht nennen. Zum Schutz meiner Kinder. Die Eltern von Mitschülern sind AfD-Politiker. Und ich will nicht, dass meine Kinder dadurch Probleme kriegen.“
Das ist die Zukunft unter der AfD.
Viel schlimmer: Das ist jetzt bereits Gegenwart in diesen Regionen.
Der Artikel ist nicht sonderlich gut, aber die Kernursachen für die Wut der Menschen werden da schon berührt.
Die Schulen sind marode, es gibt zu wenige Lehrer.
Im Saale-Orla-Kreis arbeiten so viele Frauen und Männer im Niedriglohn-Sektor wie kaum woanders in Deutschland.
Sie selbst arbeite drei Schichten in einem Unternehmen, das optische Geräte herstellt, und verdiene knapp über Mindestlohn.
Da wurde soziale Sicherheit genommen. Das geht an die Identität und erzeugt Existensängste. Jede Bundesregierung der letzten 30 Jahre hat da was beigetragen - entsprechend gibt es auch 0 Vertrauen in irgendeine etablierte Partei. Und während das jetzt vielleicht noch nicht für 'ne AfD Bundesregierung reicht, so wird das in 2-3 Legislaturen schon anders aussehen. Ohne massiven sozialen Ausbau bleibt der Trend, wie er ist.
Sehr gut zusammengefasst. Es ist nicht eine konkrete Aktion oder Partei, es ist das Resultat aus jahrzehntelanger Misswirtschaft auf sozialer Ebene. Und diese betrifft Menschen direkt.
Stimme dir vollkommen zu. Es gibt schlicht keine Partei, außer den Linken, die ernsthaft die finanzielle Ungleichheit in der Gesellschaft angehen wollen. Aber die sind politisch halt unten durch. Und was machen die Leute dann? Sie wählen eine Partei die es noch schlimmer macht… ein Traum für alle Reichen und den Kapitalismus. Könnte nicht besser kommen.
Ich werfe auch noch dieses Zitat rein:
Nicht nur den Kurs der Bundesregierung hält der Thüringer für bedenklich, auch deren Personal. „Bei den Grünen und der SPD haben manche keinen Berufsabschluss und kein abgeschlossenes Studium. Die haben nichts gelernt, machen aber große Politik“, sagt er. „In meinen Augen haben die kein Recht, uns zu regieren.“
Dem muss ich zustimmen. Ich kann eine Grünen-Chefin nicht ernstnehmen, die nie im Arbeitsleben drin war, sondern gleich nach dem Abi in die Politik gegangen ist und sich da, sorry, “hochgeredet” hat, ohne Ausbildung, Studium, Berufserfahrung, nichts.
Und was auch noch bei vielen hängengeblieben ist, ist die Grünen-Bundestagskandidatin aus dem Saarland, die auf Listenplatz 1 stand, und auf einer Pressekonferenz nicht eine Frage ordentlich beantworten konnte.
Da braucht man sich halt nicht wundern, dass der Eindruck entsteht, dass gerade bei den Grünen richtige Kompetenzen nicht zählen.
Bei den Leuten ist exakt das hängen geblieben, von dem die AfD gesagt hat, dass es hängenbleibenwert ist und woran die AfD sie auch immer wieder erinnert. Das etliche AfD-ler sich als völlig ignorante Idioten geoutet oder als Verbrecher entpuppt haben zählt auf der anderen Seite nichts.
Sie reden vom Versagen der Regierung und wissen erstens nichts darüber was die Regierung will, was die Regierung tut oder was die Regierung tun müsste um eine gute Regierung zu sein.
Sie setzen sich nicht mit der Welt und ihren Problemen auseinander, sie sondern AfD-Sprech ab.
Ich find die Einstellung echt schade und gefährlich. Darf ein Arbeitsloser, 40 jähriger ohne Studium auch keine Politik machen? Oder nurnoch 50+ jährige Sudierte die 20 Jahre ne Firma geleitet haben?
Und hat jemand
ohne Ausbildung, Studium, Berufserfahrung, nichts
nicht vllt einen anderen Blick auf die Probleme der Gesellschaft?
Darf ein Arbeitsloser, 40 jähriger ohne Studium auch keine Politik machen?
Wenn dieser noch nie gearbeitet hat, dann nein, dann möchte ich nicht, dass so einer über Gesetze entscheiden darf, die über Menschen entscheiden, die Leistung bringen.
Meinetwegen darf sich so einer zur Wahl stellen, ja. Aber ich wähl den halt nicht.
Nur Arbeiter werden die Arbeiter verstehen? Du bist auf einer interessanten Spur!
Ja toll, dafür wählen sie dann eine Partei, die gescheiterten Geschichtslehrern mit Nazi-Ideologie nacheifern und wo irgendwelche Malermeister über volkswirtschaftliche Probleme philosophieren. Das ist natürlich viel besser.
Und wenn die alle studiert wären würden die Leute über “die Eliten da oben” rumjammern. Es ist völlig egal, was die machen, es geht nämlich nicht um sachlichen Diskurs. Es geht darum, dass die Leute aus ihrem Leben ihrem Empfinden nach nix gemacht haben, deswegen unzufrieden sind und nicht wollen, dass irgendjemand anders zufriedener ist als sie. Deswegen ist es auch nicht wichtig, ob die AfD es besser machen würde. Es geht nur und ausschließlich darum, dass die anderen nicht zufrieden mit der Regierung sind (was bei der AfD der Fall wäre).
Wir können uns drüber einig sein, dass es zwischen Studiumsabbrechern ohne Berufserfahrungen und “Akademiker-Eliten” schon noch viele Zwischenbereiche gibt, oder? Ich bin mehr als jeder Mensch dafür, dass das Parlament die Bevölkerung repräsentieren muss. Es sollen nicht nur BWL-Justuse und Juristen rein, sondern auch Landwirte, Soziologen, Ingenieure, Handwerker, usw.
Also es sollen alle rein, außer die Gruppe derer, die nichts gelernt hat? Wieso sollten die nicht vertreten sein, das ist in unserer Bevölkerung ein erstaunlich großer Teil. Wie wäre es mit Kassierern, Kellnerinnen?
In der ursprünglichen Frage gings um Langzeit-Arbeitslose / Menschen ohne jegliche Berufserfahrung. Nein, da zählen Kassierer und Kellner nicht darunter.
Aber wieso dann eine Partei wählen, die sich die Berufsstruktur betreffend kaum bis gar nicht von den anderen Parteien abhebt.
https://polit-x.de/de/blog/110/
Da wärst du was Juristen und BWLer angeht bei den Grünen besser dran.
deleted by creator
Dein Nachbar Klaus-Jürgen leitet Mitarbeiter, zahlt Steuern aus eigens errichteter Arbeit, und muss dafür sorgen, dass sein Laden wirtschaftlich und profitabel läuft, diese Verantwortung hat er nicht nur für sich selbst, sondern auch für seine Mitarbeiter. Dass dein Nachbar Klaus-Jürgen eine Kfz-Werkstatt betreiben kann, hat sicher einige Jahre an Ausbildung und Berufserfahrung gebraucht.
Aber du betonst wahrscheinlich “politische Kompetenz”, worauf genau willst du denn damit hinaus? Das bezeichnet doch im Grunde nur, dass man andere Leute von seiner Ansicht überzeugen kann - nicht mehr, nicht weniger.
Ups, ich hatte meinen Beitrag eigentlich gelöscht, weil etwas sehr ähnliches zeitgleich gepostet wurde. Aber feddit scheint gerade wieder ein wenig unter Druck zu stehen.
Dass dein Nachbar Klaus-Jürgen eine Kfz-Werkstatt betreiben kann, hat sicher einige Jahre an Ausbildung und Berufserfahrung gebraucht
Ja, will ich ihm nicht absprechen. Wäre aber trotzdem geil zu wissen, warum ihn seine spezielle Ausbildung und Berufserfahrung nun zu einem besseren Politiker als die Mitglieder des Grünenvorstands machen. Entscheidungen mit Tragweite für das ganze Land und teils noch darüber hinaus zu treffen lernt man ja nun weder in der Kfz-Ausbildung noch im Abitur. Und die von dir angesprochene Verantwortung für Mitarbeiter tragen auch die meisten Berufspolitiker.
Aus meiner Sicht sind das vorgeschobene Gründe. Niemand der ernsthaft um den Wohlstand und die Sicherheit der Bevölkerung besorgt ist, wählt rechtsradikal. Diese Menschen haben ebenjene inhärente Bosheit entwickelt, die sie der Regierung unterstellen und wollen sich jetzt am “Establishment” und Ausländern rächen, die ihnen ja angeblich alles wegnehmen.
Die grünen Spitzenpolitiker Robert Habeck, Annalena Baerbock, Ricarda Lang – für viele im Saale-Orla-Kreis eine Zumutung. Kanzler Olaf Scholz – ein zwielichtiger Mann, von dem sie nicht mal einen Gebrauchtwagen kaufen würden. „Dem glaube ich kein Wort“, diktiert mir einer in den Block. Und Christian Lindner von der FDP? Ein aalglatter Politiker, der mit ihren Sorgen und Problemen so viel anfangen kann wie ein Veganer mit einer Thüringer Rostbratwurst. So denken sie hier in Thüringen. Viele zumindest.
So weit, so verständlich. Aber absolut kein Grund deshalb rechtsradikal zu wählen.
Ich frage nach einem Beispiel. „Die Schulen sind marode, es gibt zu wenige Lehrer“, antwortet Frau Weithaas. „Unser Sohn geht in die 7. Klasse. Der hat 12 bis 15 Stunden Ausfall pro Woche und keinen Physikunterricht. Chemie nur eine Stunde, Biologie nur eine Stunde – was sollen denn die Kinder für später mal lernen? Das ist doch eine Katastrophe.“
In welcher Welt leben die, dass die glauben, die AfD würde für bessere Verhältnisse an unseren Schulen sorgen?
Der selbständige Handwerker und Bundeswehr-Reservist Sandro Schmidt, 46, aus Oettersdorf bei Schleiz sagt: „Das größte Problem ist der Zuzug von Ausländern. Überall fehlt es an Geld, aber dort spielt Geld keine Rolle. Dabei ist unsere Integrationspolitik der letzten Jahrzehnte nicht gerade eine Erfolgsgeschichte.“
Na klar, das größte Problem…
Diese Leute wählen wissentlich rechtsradikal und die Begründung dafür sind “die da oben”. Was will man mit so Leuten noch anfangen?
Die Leute dort wählen AFD weil alle anderen Parteien bereits versagt haben… Im Osten eben auch die Linken schon (obwohl auch die Linken im Osten mehr gewählt werden als im Westen) die fühlen sich vergessen und ignoriert, und das seit 30 Jahren, junge Leute gibt’s da auch kaum noch. Im Endeffekt kommt alles schlechte zusammen und man denkt das “eine schlimme Partei wählen die da oben vielleicht mal wachrüttelt”
Gutheißen muss man es definitiv nicht, aber nachvollziehbar ist es trotzdem irgendwo.
die fühlen sich vergessen und ignoriert, und das seit 30 Jahren, junge Leute gibt’s da auch kaum noch
Lass es mich anders ausdrücken: Die haben seit 30 Jahren ihren Arsch nicht hoch bekommen und brauchen dafür jetzt natürlich einen Schuldigen.
Bequem ist immer ein wie auch immer eingebildeter Machtapparat gegen den man ja sowieso nix ausrichten kann, da muss man sich auch in Zukunft nicht bemühen.
Wer immer kann flieht von dort an Orte an denen es vermeintlich besser ist und stellt dann fest: Meh überall die selbe Scheiße.
Neh junge, du kannst nicht einfach behaupten die sind faul, dafür gibt’s keinerlei Nachweise, eher fürs Gegenteil. Und das der Osten politisch völlig ignoriert wird ist auch ein Fakt.
Wenn du keine Erfahrungen damit gemacht hast, ok, aber dann sei still.
Von wem wird der Osten ignoriert? Von sich selbst?
Ich glaube manchmal den Leuten ist hat nicht klar dass sie selbst etwas machen können ohne zuerst von jemandem dafür eine Erlaubnis bekommen zu haben.
Ich habe gehört die haben da eigene Städte, Regierungsbezirke, ganze Bundesländer. Und die ignorieren sich alle selbst und gegenseitig?
Du machst offensichtlich Scherze.
Wenn einem die Regierung nicht passt: Wähl ne andere, an einem die Parteien nicht passen: Arsch hoch und eine gründen. Was kommt da so aus dem Osten? Achso…
Als ich ihn auf die Grünen und deren Klimapolitik anspreche, dreht der bullige Mann ab. Er wolle dazu lieber schweigen. Sonst würde man ihn in die Ecke stellen: „Als Nazi“.
Das ist ja komisch, wie kann das denn sein, das ist ja komisch!
Aus der selben Reihe wie “Wenn ich jetzt schreiben würde, was ich denke, würde ich gebannt werden!! Cancel-Culture!!”
TLDR: Mangelde politische Bildung, Desinformation, Kurzsichtigkeit, Egoismus, Missgunst, Suhlen in der Opferrolle und Rassismus und Homophobie. Alles keine Überraschung.
"Und er hat nichts mit rechts zu tun. Der ist kein Extremist. Der war auch schon bei uns auf dem Dorfplatz. Ein sympathischer Mensch.“
Das muss doch Satire sein.
Ich mag dieses “Suhlen in der Opferrole”-Narrativ nicht, als ob es den Leuten im Osten nicht wirklich schlecht ginge.
Aber als jemand der im ländlichen Sachsen aufgewachsen ist, kann ich nur sagen, dass ich in keinster Form von PEGIDA oder irgendeinem AFD Ergebnis überrascht war. Die Populisten sind aktiv und haben furchtbaren Boden.
als ob es den Leuten im Osten nicht wirklich schlecht ginge.
Ganz klar, das habe ich auch nicht in Frage gestellt. Das ist aber 1. zu einem nicht geringen Teil selbstverschuldet und 2. wählt man dann eine Partei die daran garantiert nichts ändern wird. Wie man es im Text liest: es ist halt bequem sich immer als Opfer zu sehen und den “da Oben”/den Flüchtlingen/den Städtern die Schuld zu geben und sich nicht selbst zu hinterfragen.
Ich denke nicht, dass du bösartig agierst, aber du spielst den Populisten direkt in die Hand wenn du die Nase rümpfst und als ersten Punkt angibst, dass die Menschen des Ostens selbst Schuld sind. Wem hörst du eher zu? Der Person die von oben herab sagst, dass du selbst an deinem Leid Schuld bist und dich an deinen Schnürsenkeln hochziehen sollst oder der Person die dir erzählt, dass der Grund für deine Probleme die ollen Ausländer sind?
Das ist nicht besonders schlau, aber wenn wir über den Osten reden, dann hat der Diskurs von Westdeutschen oft diesen Ton, als wären die Ostler dreckige Köter die man waschen muss anstatt ihnen auf Augenhöhe als Menschen zu begegnen.
Zu deinem zweiten Teil: der Osten hat auch andere Parteien gewählt und die haben die Lage - gefühlt - auch nicht verbessern oder retten können. Deshalb greifen sie jetzt nach Alternativen. Weil von den anderen Parteien halt nicht viel gekommen ist. Der Osten ist immer noch hinten und Leute aus dem Westen nennen Ostler “suhlend in der Opferrolle” und “selbstverschuldet”.
Ich denke nicht, dass du bösartig agierst, aber du spielst den Populisten direkt in die Hand wenn du die Nase rümpfst und als ersten Punkt angibst, dass die Menschen des Ostens selbst Schuld sind.
So absolut habe ich es nicht formliert sondern ich habe “zu einem nicht geringen Teil selbstverschuldet” geschrieben. Dass das Problem komplexer ist und es nicht einen Schuldigen oder eine Ursache gibt ist doch klar. Aber daran dass man als brauner Sumpf wahrgenommen wird, ist man ganz alleine Schuld. Und das ist nunmal nicht hilfreich wenn an Fortschritt und Wohlstand teilhaben möchte.
Wem hörst du eher zu? Der Person die von oben herab sagst, dass du selbst an deinem Leid Schuld bist und dich an deinen Schnürsenkeln hochziehen sollst oder der Person die dir erzählt, dass der Grund für deine Probleme die ollen Ausländer sind?
Mir gings auch nicht darum irgendjemanden zu überzeugen, sondern das Problem aus meiner Sicht zu beschreiben.
Das ist nicht besonders schlau, aber wenn wir über den Osten reden, dann hat der Diskurs von Westdeutschen oft diesen Ton, als wären die Ostler dreckige Köter die man waschen muss anstatt ihnen auf Augenhöhe als Menschen zu begegnen.
Stimmt.
Zu deinem zweiten Teil: der Osten hat auch andere Parteien gewählt und die haben die Lage - gefühlt - auch nicht verbessern oder retten können.
Man hat CDU und SPD gewählt genauso wie der Rest Deutschlands, nichts anderes.
Der Osten ist immer noch hinten und Leute aus dem Westen nennen Ostler “suhlend in der Opferrolle” und “selbstverschuldet”.
Weiß nicht ob du mich damit meinst, aber ich komme selber aus dem Osten und lebe schon mein ganzes Leben hier.
Dann bitte ich um Verzeihung, ich habe tatsächlich dich gemeint, weil ich unter der falschen Ansicht war, dass du Westdeutscher bist.
Aber daran dass man als brauner Sumpf wahrgenommen wird, ist man nunmal ganz alleine Schuld.
Du solltest dann wissen, dass der Osten kein Einzeller ist und nicht jeder den braunen Sumpf unterstützt. Gibt viele wunderbare Menschen in Ostdeutschland. Erinnerst du dich an “Wir sind Mehr” gegen Rechts, organisiert von der Chemnitzer Band Kraftclub? Es ist nicht so, als gäbe es keine Bemühungen, aber man legt den Fokus ja doch lieber die rechten Ergeinisse in Sachsen und again, weiterhin, während es vielen Menschen im Osten immer noch nicht gut geht.
Man hat CDU und SPD gewählt genauso wie der Rest Deutschlands, nichts anderes.
Ja, das meinte ich auch. Ich meinte “andere parteien als die AFD (und NPD)”, aber das hat nicht zu erwünschter Besserung geführt. Deshalb ist es einigen Leuten gleich, ob die AFD auch nichts kann.
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Die Mauer ist noch da, sowohl im Osten, wie auch im Westen. Und um die AFD zu bekämpfen muss man das Problem an der Wurzel packen und den Osten nicht als Dunkeldeutschland die halt selbst Schuld sind und sich in der Opferrolle suhlen stehen lassen.
Ich habe eben das Gefühl, dass man die Nöte des Ostens nicht Ernst nimmt, in der selben Art und Weise wie reiche Trustfund Kinder die Nöte von Arbeiterkindern nicht Ernst nehmen. “Ja, bischt halt selbst Schuld. Ich hatte halt auch nichts, außer den Connections und einem Kredit von meinem Vater als ich ausgezogen bin und nach 5 Jahren Studium meine erste Firma gegründet habe.”
Ich bin gebürtig aus Thüringen und schäme mich jedesmal in Grund und Boden. Nicht nur wegen der politischen Nachrichten, sondern auch wenn ich mit der Verwandtschaft rede in der Heimat, in Sachsen das gleiche. Einzig normal geblieben ist die Berliner Verwandtschaft.
Ich Frage mich dann immer, warum ist es ein Grund des Wohnortes? Verwandtschaft Leipzig, alles gut, Erzgebirge ein Grauen. Ich habe gerade nach Thüringen und Erzgebirge den Kontakt komplett abgebrochen. Die sind dort fern jeder Vernunft. Menschen die man von klein auf kennt und immer für vernünftig hielt, hauen Parolen raus und Ansichten, dass es einem kalt den Rücken runterläuft.
Ich fürchte, da ist politisch bereits alles verloren. Die wollen die NSDAP zurück. Natürlich sehen die das nicht so und reden um den heißen Brei, wenn man die Nazi-Karte zückt, aber der Hass gegen Migranten und Grüne ist unfassbar.
Und ich sehe kein Licht am Ende des Tunnels, diese Menschen wieder zur Vernunft zu bringen. Besonders da uns politische Entscheidungen bevorstehen die genau deren Ängste bedient
Deutschland brauch wirtschaftliche Migration aufgrund unserer Geburtenschwachen Jahrgängen. Und die Grünen müssten wenn es nach dem Pariser Abkommen geht in die Vollen gehen (Stichwort: Verbotspartei).
Je mehr wir uns wirtschaftlich und klimatisch durch die Herausforderungen der kommenden Jahre kämpfen, umso größer wird deren Wut, weil sie das einfach nicht wahrhaben wollen.
Edit: Herrje waren da viele Schreibfehler.
I didn’t realize politics in Germany was polarised to such an extent that you break ties with people in Thuringen and Erzgebirge. Do you know what’s causing such polarization over there?
The generational reckoning and by proxy the reckoning with authority figures of the 60s didn’t happen in east Germany, leading to a completely different socialisation of whole generations.
The differences are subtle, but can be observed in many aspects of everyday life.
Add to that a lack of interaction with foreigners (thereby increasing xenophobia) because none of those want to go there in the first place and you get a self reinforcing circle.
Oh I see, that is fascinating. Do you mean stuff like the hippies era (which I presume didn’t happen in the DDR)?
I believe he/she meant the student movement we had in West Germany during the 60s (https://en.wikipedia.org/wiki/West_German_student_movement).
So where these people essentially protesting because they thought there were still too many ex-nazis in the government suggesting that lessons had not been learnt?
Will give this a read, thanks
Not OP but:
It’s not about what’s causing this but what caused this… a long time ago:
Decades of brain-washing left them brain-damaged with a hatred for everything “left” (as in USSR-style left) but totally susceptible to any form of propaganda and populism.
Russians becoming nazis, Eastern Europeans being either pro-Russian (USSR-nostalgic) relics or crazy nationalists and supporting every right-wing populist and Ex-GDR citizens cheering for the AfD. It’s all the same damage.
„Statt um die Mehrheit der Bürger kümmern die sich um Minderheiten und Probleme, die eigentlich keine sind. Gender-Sprache zum Beispiel ist totaler Nonsens. Oder die sexuelle Orientierung. Soll doch jeder machen, was er will, aber nicht andere Leute damit nerven. Wir haben hier ganz andere Sorgen.“
Ich kenne halt genau eine Partei, die da Zeit reinsteckt sich mit diesen Themen zu beschäftigen, und genau die wählen die halt…
Die leben einfach in einer gefühlten Realität, gefüttert von Angst und Hass. Dann noch jede Lüge von Springer Presse und Co mitgenommen wo ins Weltbild passt.
Die erreicht man auch nicht mehr durch Politik, es gibt ja in ihren Augen schon klare Schuldige an ihren Problemen. Das sich an den echten Problemen nichts ändert wenn die AFD an der Macht wäre ist egal, bis dahin gibt es dann neue schuldige für ihre Probleme.
Propaganda spielt da sicherlich eine Rolle, aber sie haben halt auch erfahren müssen, dass es vollkommen egal ist, welche Partei regiert, niemand sorgt dafür, dass es ihren Regionen besser geht.
Das erklärt vll. ein Teil von den Wählern. Aber erklärt nicht warum speziell gegen Grüne und Minderheiten Stimmung gemacht wird. Wenn man zwischen den Zeilen liest merkt man schnell das da sich noch andere Faktoren mit rein spielen, wo sie nicht so schnell bereit sind laut auszusprechen. Die AFD wird auch nichts an den Problemen ändern, aber die geben ein einfaches Ziel für ihren Unmut.
Also ich weiß ja nicht. Klimaschutz und Mindestlohn kommen ja wohl allen Regionen zu Gute.
Nein, Klimaschutz ist jetzt eine Einschränkung, die dann in Zukunft (vielleicht) den Regionen zu Gute kommt. Bei Mindestlohn hast du Recht.
Wie wärs denn einfach mal mit Umverteilung? Schön von oben nach unten, wie man das so liest müsste das der Afd ne Menge Wind aus den Segeln nehmen. Die Antwort gegen rechts muss mehr linke Politik sein. Womit ich ausdrücklich nicht die Linkspartei meine. Mit ihrem Anti-NATO Schwachsinn sind die für mich auch unwählbar.
Tatsächlich wäre das wohl was echt logisches. Ich frage mich auch immer, ob die Lobby der Großverdiener so riesig groß ist, dass alles was mittleren und unteren Einkommensschichten hilft, direkt einfach aufs Abstellgleis verfrachtet wird. Da suche ich wirklich noch die Logik…
Ja, es ist schon echt unglaublich, dass die Großverdiener den riesigen Medienapperat der Springerpresse haben, dadurch die Meinung vieler Leute beeinflussen und gleichzeitig so viel Einfluss auf die Partein haben. Da muss sich das schon echt Lohnen, dass man als Reicher so große Investitionen tätigt oder es ist einfach nur die Verzweiflung vor dem nicht abwendbaren aus der Fossilen.
Wenn die Linke dafür nicht in Frage kommt, welche Partei denn dann? Wir haben ansonsten keine linken Alternativen. Tja, dann wird das wohl nichts.
Es gibt eine ähnliche Situation in Großbrittanien. Das Land braucht nach Jahrzehnten des Neoliberalismus dringend richtige linke Politik, die ‘linke’ politische Partei wurde aber zuerst von einer anti-alles Faktion ähnlich zu den deutschen Linken geführt (und wurde deshalb für viele unwählbar), und jetzt von einem nutzlosen Zentrist wie Scholz.
Das ist ja gerade das Problem - ich hab damals fuer die Rot-Gruene Schroederregierung gestimmt. Hat sich spaeter dann als Fehler rausgestellt. Kurzfristige Hoffnung in Form der Piraten war auch nichts, und waehrend mir die Linke von den Parteien im Bundestag grundsaetzlich am naechsten liegt machen die auch viel Bloedsinn, und bevor sie die Wagenknechtfraktion rauskanten sind sie eh komplett inakzeptabel.
Damit haben wir eine Situation wo ich eigentlich keine der im Bundestag vertretenen Parteien an einer Regierung beteiligt haben will.
Ich denke immer noch ein Fehler der Piraten damals war der Versuch ein Vollprogramm zu machen - bei uns ist immer die Panik von wegen “zu viele Parteien ist wie das Ende der Weimarer Republik, dann geht alles unter und wir haben danach wieder Weltkrieg”. Keine der aktuellen Parteien bekommt es hin Kompromisse im Sinne der Bevoelkerung zu schliessen - also was wir brauchen, nicht zwingend was wir wollen. Aber genau das waere noetig um unsere Probleme anzugehen - und “Spezialparteien” wie die Piraten die sich halt auf einem Gebiet gut zurechtfinden, und ansonsten nur grob Wertvorstellungen haben was akzeptabel ist waeren da sehr nuetzlich.
Wir hatten hier in Finnland die letzten Jahre eine Regierung aus 5 Parteien, die uns unter anderem super durch Corona gebracht haben. Diverse andere Laender bekommen es auch hin dass eine Koalition aus vielen Parteien oder sogar eine Minderheitsregierung das Land ordentlich fuehrt - letzteres waere in Deutschland ja komplett undenkbar, weil man kann ja nicht fuer Vorschlaege des politischen Feindes stimmen.
Oh, endlich mal was mit dem man arbeiten kann. Also ich gebe dir vollkommen recht, ich wähle die Linke momentan auch nicht wegen der Wagenknecht-Fraktion. Aber ich kann dir bestätigen, dass sich was in der Partei bewegt. Ich hoffe auch nur noch drauf, dass Wagenknecht entweder gekickt wird oder freiwillig geht um ihre eigene Partei zu gründen. Beides ist für mich nur noch eine Frage der Zeit und dann wird es interessant wie sich das entwickelt. Sollte Wagenknecht viel Potential bei der AfD haben, dann wäre das durchaus eine erfreuliche Entwicklung, auch wenn ich Wagenknecht null leiden kann. Aber es würde Wind aus den Segeln nehmen.
Gegen mehr Parteien im Bundestag habe ich auch überhaupt nichts. Die Frage ist nur ob unser Bundestag so agieren kann. Ich bezweifle das etwas. Die Parteien sind dafür viel zu sehr festgefahren und die Ampel würde wohl auch sofort bröckeln, wenn man der FDP nicht permanent recht geben würde. Die Grünen tun mir da schon etwas leid. Aber immerhin sind wir mittlerweile bei einem Drei-Parteiensystem und nicht mehr bei einem 1,5 Parteien-System. Es ist also noch Luft nach oben.
Zu den Piraten, die haben sich selber zerlegt, ich habe da auch überhaupt kein Mitleid. Es gab zuviele Skandale, die mit jedem Mal gefühlt schlimmer wurden. Die Partei war zum scheitern verurteilt.
Die Frage ist nur ob unser Bundestag so agieren kann. Ich bezweifle das etwas. Die Parteien sind dafür viel zu sehr festgefahren und die Ampel würde wohl auch sofort bröckeln, wenn man der FDP nicht permanent recht geben würde.
Die Frage ist halt ob wir es uns leisten koennen dass er das nicht kann. Ich bin vor ueber 10 Jahren aus Deutschland weg, unter anderem weil ich keine Hoffnung sah dass irgendwelche der bestehenden und sich abzeichnenden Probleme angegangen werden. Und exakt so ist es dann auch gekommen - je laenger die Parteien sich weigern das zu tun was das Land braucht desto schwieriger wird es die noetigen Aenderungen noch durchzufuehren bevor aeussere Umstaende uns dazu zwingen das in einer katastrophalen Situation ueberstuerzt durchzudruecken.
Ich würde behaupten, dass diese katastrophale Situation bereits eingetreten ist. Wir merken das nur noch nicht. Es geht bereits exponentiell nach oben. Und ich sehe momentan nicht, dass man das irgendwie einbremsen könnte. Bereits vor Corona ist diese Entwicklung eingetreten und sie geht weiter.
Ich würde behaupten, dass diese katastrophale Situation bereits eingetreten ist
Ich versuch das halt doch noch etwas positiv zu sehen damit das nicht ganz so deprimierend ist, auch wenn ich nicht direkt davon betroffen sein werde. Ich denke fuer manche Bereiche hast du aber schon recht.
Ich hatte letztes Jahr von meiner Mutter gehoert wie kaputt das Gesundheitssystem aufgrund ihrer persoenlichen Erfahrung ist - alte Lehrerfamilie, also Privatversicherung + Beihilfe, praktisch Idealpatienten. Ich weiss noch wie das fuer mich ein Kulturschock war als ich vor ueber 20 Jahren davon in die Private gewechselt bin, und die Unterschiede zwischen den beiden wurden seitdem nur noch groesser. Wenn das da jetzt schon als praktisch unrettbar kaputt ankommt geht wohl wirklich nur noch einmal platt machen und von vorne anfangen.
Klimawandel ist ein anderes der kritischen Themen - da hat mir der Ukrainekrieg jetzt zum ersten mal seit vielen Jahren Hoffnung gemacht, das hat ein paar Sachen beschleunigt bzw. erst ueberhaupt moeglich gemacht. Die Gruenen brauchen nur etwas bessere PR um den Leuten klarzumachen dass sie ja gerne alles ganz langsam und ohne dass man das merkt eingefuehrt haette, aber dummerweise laesst her Putin sie nicht. PR/Kommunikation ist - zumindest was ich von hier aus mitverfolge - eine der groessten Ueberraschungen bei den Gruenen, man koennte da fast meinen die machen das zum erstes mal. Und was Nordstream angeht - wer auch immer das war hat uns einen grossen Gefallen getan. Daher finde ich das komplett uninteressant ob das jetzt vielleicht die Ukraine die Finger drin hatte.
Tatsächlich geht es um diese schlechte PR gerade jetzt im Bundestag. Merz wird seit min. einer halben Stunde gerade angegriffen, weil er sich so unsachlich äußert. Die Grünen machen schon gute PR, nur die Negativ-PR ist noch viel größer. https://www.bundestag.de/parlamentsfernsehen
Die Gruenen brauchen nur etwas bessere PR um den Leuten klarzumachen dass sie ja gerne alles ganz langsam und ohne dass man das merkt eingefuehrt haette, aber dummerweise laesst her Putin sie nicht
Also tut mir leid, das ist für mich jetzt schon Realitätsverweigerung. Die Grünen haben Fehler gemacht, es gab die Causa Graichen (an dem Habeck viel zu lang festgehalten hat), es gibt das Heizungsgesetz, vor dem wirklich viele Leute existentielle Angst haben, es gab das Urteil des Verfassungsgerichtshofs und es gibt eine Entfremdung bzw. Spaltung zwischen urbaner Mittel- und Oberschicht und einem signifikanten Teil des restlichen Landes, was die Grünen allerdings nicht angemessen adressieren. Hier im Zweifelsfall bei Fehlern dann „Putin wars“ zu rufen ist für mich weltfremd.
Als langjähriger (Ex?)-Linkenwähler glaube ich ehrlich gesagt nicht, dass der Weggang der Wagenknechtfraktion alleine irgendwas am Niedergang ändern wird. Zumindest nicht wenn die Rest-Linke nichts an der Ausrichtung ändert und einfach noch stärker versucht, die Grünen zu kopieren. Ich halte die NATO-Kritik (die inzwischen auch wesentlich moderater und vorsichtiger ist, als früher) auch nicht für das Grundproblem der Linken. Das Problem ist, dass man es schon seit Jahren nicht mehr schafft, für die Anliegen und Sorgen der „normalen Bevölkerung“ öffentlichkeitswirksam einzutreten. Auch wenn sie wirklich viel Mist schwurbelt, hat Wagenknecht mit gewissen Punkten schon recht, wenn sie sagt, dass die Linke zu sehr Lifestyle-Partei für die urbane Mittelschicht geworden ist. Die guten Inhalte bei der Linken sind da, aber vom Image unterscheidet sich die Linke viel zu wenig von den Grünen. Wenn Wagenknecht geht, kann sie mit Linkspopulismus vielleicht immerhin erfolgreich in der AfD-Wählerschaft wildern.
Was ist die “normale Bevölkerung”? Sowas gibt es nicht. Und wenn wir normal mit den Mehrheitsverhältnissen gleichsetzen ist die Mehrheit wohl für CDU und AfD. Ja, Prost Mahlzeit. Da möchte ich mich auch nicht anpassen.
Nur ein Teil der Bevölkerung positioniert sich wirklich dezidiert und fest links oder rechts, ein großer Teil wählt nach momentanem Bauchgefühl. Der Vorgänger des Landrats im Kreis Sonneberg war ein Kandidat der Linken und der SPD. 2021 gab’s erstmals eine Mehrheit für Rot-Rot-Grün, jetzt ist die AfD die zweitstärkste Kraft. Es ist absolut nicht zielführend, riesige Zahlen an ideologisch gefestigten Nazis zu vermuten, die man eh nicht mehr erreicht oder alles auf Kampagnen der Union oder der konservativen Presse zu schieben. Die Wahlergebnisse der Grünen sind z.B. fast schon proportional zum Durchschnittseinkommen in den jeweiligen Landkreisen und zumindest in Westdeutschland (Ausnahme Saarland) ist das Ergebnis der Linken praktisch ein Spiegelbild.
Das mag vll. stimmen. Sagen wir einfach Nazi-Unterstützer. Ich möchte diese Menschen einfach nicht als Demokraten einstufen. Und die CDU ist sehr wohl rechts. Das kann und sollte man so sagen. Sie mag im großen Teil nicht rechts-extrem sein, aber doch gibt es die Werte-Union. Und nach meiner Meinung muss man auch mit Nazi-Unterstützern hart umgehen.
Kleinstes Übel. Bin auch bei den Grünen unzufrieden, aber eine Partei muss man wählen. Kleinstparteien wähle ich nicht, das ist die Stimme verschwendet. Nichtwählen empfinde ich als undemokratisch.
Die Grünen sinds bei mir per Ausschlussverfahren. In meiner Stadt, in meinem Land, im Bund und in Europa. Ich wähl die gleich auf vier Ebenen.Ich hab einfach eine Kleinstpartei gewählt. Meine Stimme macht sowieso keinen Unterschied. Wenn Wahlen was bringen würden, wären sie verboten.
Da ist deine Stimme verschwendet, kannste auch gleich zuhause bleiben. Und wie schon gesagt: nichtwählen ist undemokratisch. Die Demokratie funktioniert nicht ohne Menschen die sich dafür einsetzen und viele Menschen die wenigstens das absolute Minimum tun: wählen gehn.
Demokratie nur gut, wenn man die üblichen Parteien wählt. Ist notiert. - Hör mal. Das ist meine Entscheidung und ich sage, dass es auch sinnlos ist die üblichen Kandidaten zu wählen.
Lies da rein was du willst. Ich sagte Kleinstparteien wählen, die es nicht in den Bundes- oder Landtag schaffen, ist Stimmenverschwendung. Das ist zwar demokratisch, aber trotzdem sinnlos. Das ist auch nicht nur meine Meinung, sondern auch noch Fakt. Ich lade dich gerne ein mich zu widerlegen.
Sinnvoll ist es die beste der im Bundestag vertretenen Parteien zu wählen. Nenn es meinetwegen “die am wenigstens schlechte Partei im Bundestag”.Dann wäre es auch die Verschwendung gewesen die Linken, Grünen, Freiwähler, Piraten, Südschleswigscher Wählerverband zu wählen… Such dir was aus. Kommt dann halt auf den zeitlichen Kontext an. Und das sehe ich einfach nicht ein. Die stehen drauf und man kann und sollte die auch wählen. Viel mehr ist es Verschwendung die größeren Parteien zu wählen, weil sich dadurch erst recht nichts ändert.
Werden wir konkreter: Nach deiner Logik, hätte man 1983 auch nicht die Grünen wählen sollen.
Für mich sind alle Parteien im Bundestag nicht gut. also ist es nur konsequent eine Partei zu wählen, die es nach meiner Meinung besser könnte.
Deine Ansichtsweise ist auch wenig demokratisch, um ehrlich zu sein. Denn wie gesagt: Dadurch ändert sich kaum was. Da können wir uns auch gleich die Volkswahlen in der DDR zurückwünschen. Da gibt es dann eine Liste, die muss ich bestätigen oder ablehnen. Fügen wir mal die geheime Wahl hinzu, damit es weniger zu bemängeln ist. Ich finde eine solche Wahl sogar ehrlicher - denn da stimmt man direkt für das gewünschte Bündnis ab. Da gibt es dann auch keine Verarsche mehr, dass man SPD wählt und man bekommt hinterher doch nur CDU.
Die Partei
Sieh doch mal was passiert, wenn man auch nur andeutet den reichen etwas wegzunehmen, wie zb bei dem Elterngeld Vorschlag von Paus. Alle drehen völlig am Rad …
Dann wird das als Enteignung von Soros, Gates und Co gebrandet. Du kannst mit irrationalen Weltbildern nicht rational umgehen.
Die Leute aus dem Artikel werden ganz schön Augen machen wenn die afd wirklich mal an die Macht kommt (Gott bewahre), mit der Realität konfrontiert wird und sich dadurch für “die kleinen Leute” nichts zum besseren wendet.
Das ist nämlich die schöne Situation für die afd. Sie tragen keine Verantwortung (auch keine historische, weil sie hatten ja noch nie Regierungsverantwortung) und können deswegen überall den Finger drauflegen und nach allen seiten austeilen
Diese Sorte Mensch kann sich nicht eingestehen, wenn es trotz der selbstgewählten Regierung scheiße läuft. Bestes Beispiel sind die USA oder Russland. Im Zweifelsfall sind immer irgendwelche anderen schuld.
Dass das nicht hilft, sieht man in den USA. Solange die AfD für einen Sündenbock sorgt, dem es noch schlechter geht, als “den kleinen Leuten”, werden sie weiter gewählt. Man muss nichts für die Menschen tun, es reicht vollkommen etwas gegen Minderheiten zu tun und denen die Schuld für alles in die Schuhe zu schieben (und natürlich den etablierten Parteien).
Ja, es gibt immer irgendeine Minderheit. Selbst wenn alle Flüchtlinge und Deutsche mit Migrationshintergrund aus Deutschland verschwinden, dann nimmt man sich halt wen anders. Die Arbeitslosen, die Leute mit Behinderungen, die Andersdenkenden - wir kennen das Spiel.
Die werden sehen, dass es den Geflüchteten auf einmal sehr viel schlechter geht und werden feiern. Täusch dich da mal nicht.
Die machen es dann wie jede andere rechts-radikale und/oder rechts-populistische Regierung vor ihnen. Man muss nur immer einen Sündenbock finden, wieso es den Wählern nicht wie versprochen besser geht. Mit der Realität muss das nichts zu tun haben. Bonuspunkte gibts, wenn man ihn gleichzeitig als schwach und unterlegen und gleichzeitig als unbesiegbar darstellt. Neben den wohlbekannten Beispielen aus den letzten Jahrhunderten, sag ich nur Trump, dessen Anhänger teilweise lieber an den Deep State geglaubt hat, gegen den ihr selnsternannter Held kämpft, als zu akzeptieren, dass dieser nichts getan hat, was ihre Lage verbessert.
Eine Machtübernahme der AFD würde nur die allerwenigsten ihrer Wähler bekehren. Die meisten würden wohl nur noch radikaler werden.
Wie eine AfD als Regierungspartei aussieht könnt ihr bei uns in der Schweiz beobachten. Die SVP ist mit 25% die stärkste Partei. Die Probleme der Menschen lösen sie nicht. Arbeitnehmerrechte, Sozialversicherungen, Altersvorsorge, etc. wurde alles von Mitte bis Links geschaffen.
Die SVP bringt belanglose Ideen ein welche dem Land im besten Fall schaden (neuste Idee, Wahl und Stimm-Bevölkerungslimit von 10 Millionen). Gewählt werden sie trotzdem weil sie angeblich halt einfach noch zu wenig Macht haben um die Probleme wirklich anzupacken.
Aber das macht gefühlter sozialer Abstieg. Und selbst wenn der Abstieg echt ist sind Ausländer halt die einfachere Antwort als soziale Ungerechtigkeit.
Da wird einem so ein bisschen die Taktik der AFD deutlich. Armen Menschen erzählen, dass ihre Armut und ihre Probleme Schuld der Regierung sind, und dann erzählen, dass es die AFD besser machen würde. Erinnert mich stark an die NSDAP.
deleted by creator
Digga, egal wie unzufrieden du bist, du wählst keine Nazis. Außer, du bist selbst Nazi.
deleted by creator
AfD wählen ist halt aktuell die fundamentalste Opposition zum „System“. Sicherlich sind ein großer Teil deren Wählerschaft eindeutig Nazis oder zumindest ultra rechts, aber haben nicht sogar Statistiken gezeigt, dass z.B. die Linke überproportional Stimmen an die AfD verloren hat? Wenn du vorher links gewählt hast, dann bist du in der Regel kein ideologisch voll überzeugter Nazi, sondern wohl in erster Linie Protestwähler.
Wenn du vorher links gewählt hast, dann bist du in der Regel kein ideologisch voll überzeugter Nazi, sondern wohl in erster Linie Protestwähler.
Leute, die Nazis wählen, sind in allererster Linie mal Naziwähler.
“Ich hab die Partei, die die Demokratie in Deutschland beenden will und die Leute nach ihrem Weltbild und nach Gutdünken exekutieren will aber doch nur aus Protest gewählt” ändert daran auch nix.
Nur sagen die nicht klar dass sie die Demokratie beenden wollen. Und viele ihrer Wähler denken nicht dass die AFD die Demokratie aufheben möchte.
Wenigstens die AFD hat was aus der Geschichte gelernt /s
Weil sie Nazis sind?
Mir wird jedenfalls nicht klar, was dieser Artikel bringt, außer dass Nazipropaganda auf einer großen Plattform wiederholt wird.
Weil sie Nazis sind?
Und damit mache ich jetzt was? Alle im Osten Nazis, kann man eh nix mehr machen, wird halt alles unter AfD-Regierung kommen?
Das ist doch kein Ansatzpunkt für eine Veränderung in eine positive Richtung. Das ist das Ende. Sind halt so, weil sie so sind. Punkt. Fertig. Muss ich mich nicht mehr damit beschäftigen.
Man wird nicht als Nazi geboren. Wenn man irgendwas gegen diesen Trend tun möchte, dann muss man auch verstehen warum die Leute so ticken. Das ist keine Gruppe die klein genug ist um ignoriert zu werden.
Man wird aber in eine Gesellschaft geboren und von ihr (a-)sozialisiert. Wenn die Eltern schon stramm rechts sind, die Lehrer, die Mitschüler, die Vereine usw., dann hat das einen erheblichen Einfluss auf das gesamte spätere Leben. Und wenn man dann immer weiter das Narrativ füttert, dass die Leute ja nur rechts wählen, weil es ihnen ja so schlecht ginge, dann gibt man diese Lebenseinstellung an künftige Generationen weiter, auch wenn diese möglicherweise gar nicht (mehr) der Realität entspricht.
Interessant! Der AFD bzw. den AFD-Wählern wird vorgeworfen, sie würden auf extrem umfangreiche Probleme mit sehr einfachen Lösungsvorschlägen reagieren (Ist auch meine Meinung). Das gleiche muss man dann doch aber auch den Leuten vorwerfen, welche die die AFD-Wähler pauschal als Nazis abstempeln, oder nicht? Es wird im politischen Diskurs von Links wie Rechts viel zu sehr in Extremen gedacht und damit gesellschaftliche Mauern errichtet. Ich habe leider auch viele Bekannte, welche die AFD wählen. Aber dennoch können wir offen miteinander über alles Diskutieren. Häufig (wie im Artikel beschrieben) sind viele Menschen im Alltag nicht in der Lage sich ausreichend zu Informieren. Und da kann ich dann teilweise ansetzen und einen Standpunkt verändern. Und manchmal ändere ich auch meinen, weil ich von Problemen erfahre, welchen ich in meinem Alltag nicht begegne.
Weil jeder, der sich ein bisschen mit den politischen Positionen ser afd auseinandersetzt erkennen muss, dass sie nichts für die “kleinen Leute” tun werden, sondern lediglich bei Rassismus und Menschenverachtung am Start sind.
Die AfD war lange gegen den Mindestlohn, bis sie gemerkt hat, dass sie nur mit rassistischer Hetze das nicht überdecken kann. Ansonsten hat die AfD aber keinerlei Lösungen für die “Abgehängten” denen sie Sündenböcke verkauft.
Wer darauf reinfällt, will drauf reinfallen. Und das man darauf reinfallen will, liegt nunmal darin, dass man den inneren Nazi nach außen kehren will. Die Leute waren vorher nicht weniger fremdenfeindlich. Sie haben es nur für sich behalten, weil die gesellschaftliche Stimmung ihnen noch vermittelt hat, dass das tabu ist. Jetzt mit der AfD wird das soweit normalisiert, dass sie das offen ausleben können und mit Begeisterung tun. Da kann man noch so viel in Schulen, Wirtschaft und Soziales investieren, die Leute werden den Nazi nicht wieder in die Flasche packen, wenn sie nicht auf gesellschaftlicher Ebene dazu gebracht werden.
Um mal vom Osten wegzukommen, die AfD Hochburgen im Westen sind häufig die Villenviertel am Stadtrand. Die Leute wählen den scheiß zu fordererst weil sie Nazis sind und reden es sich dann im Nachgang zurecht.
Es wurde mal eine Liste mit Teilnehmer eines AfD Parteitags geleakt. In meiner Stadt waren beide Delegierte aus dem Reichenghetto.
Die Personen in dem Artikel nennen zwar Gründe, weshalb sie die AfD wählen, legitime Gründe hab ich aber keinen einzigen gelesen.
Als Schlussfolgerung bleibt da nur, dass sie rechtsradikal wählen, weil sie rechtsradikal sind.
Wenn man sich die Gründe so durchliest wird relativ schnell klar dass die auf die gleiche Hetze reinfallen wie bereits die Republikaner in den USA und die Tories/Brexit Party/Reform UK/DUP/… in UK.





















