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  • Klar, aber sieht nicht so besonders aus.

    Hier am Entwicklungsplatz. Der Raspberry links braucht ne Stromversorgung; Akkubetrieb wäre natürlich praktischer. Der E-Reader daneben kriegt die Daten über WiFi gefunkt, und das WiFi-Netz wird vom Raspberry selber aufgemacht. Es braucht also keinen Router oder andere Internetverbindung und würde somit überall funktionieren, wenn man den Raspberry auch mobil kriegt. Für den Ständer für den E-Reader habe ich alte Pappkartons zerschnitten und zusammengeklebt. Wie gesagt, Ghetto-Informatik :o) Der Text für die Vogelbeschreibung sieht auch nicht so sauber aus, weil es halt keine wirkliche GUI ist und alle Pixeldaten roh mit dem Holzhammer manuell bearbeitet sind. Coding like it’s 1986.


  • Hab endlich mein kleines Heim-Software-Projektchen fertig. Hintergrund ist, dass ich im Studium noch ein paar interdisziplinäre Credits sammeln muss für den vollständigen Abschluss, also habe ich mich unter Anderem undercover in die Informatikfakultät eingeschlichen, um mir dort noch schnell 6 Credits in einem Programmierseminar zu holen. Die dortigen Kommilitonen haben alle ziemlich gelacht als ich meinte, dass ich aus der Philosophiefakultät komme; gleichzeitig kommt es mir so vor, dass die Studis heute noch weniger programmieren üben als früher.

    Naja, ich habe jetzt einen Raspberry mit Mikrofon, welcher am Fenster das Vogelgezwitscher horcht und mit einem ML-Modell die Vogelart herausorakelt. Mit einem kleinen Wikipedia-Webscraper habe ich zu jedem bekannten Vogel ein Bild und den Einleitungstext des Wikiartikels in eine Offline-Enzyklopädie gespeichert. Der Rasperry schickt dann den erkannten Vogel über WiFi an meinen alten, ausgesonderten E-Reader, welcher Name, Bild und Beschreibung des Vogels auf dem Display anzeigt. Letzteres ist ziemliche Ghetto-Informatik, weil es dafür kein richtiges Anzeigeprogramm gibt, sondern ich den E-Reader quasi gehackt habe, um Pixeldaten direkt in den Displaybuffer zu schieben. Aber es funktioniert und jetzt werde ich bestimmt endlich mal lernen, wie man eine Amsel von einer Kohlmeise unterscheidet. :o)

    Würde gerne noch herausfinden, wie stark man den Stromverbrauch drücken kann, wenn man alles versucht. Ich hab grad einen RasPi 4B, aber das ML-Modell soll angeblich auch auf einem Pi Zero funktionieren. Zusammen mit dem E-Reader ist man dann wahrscheinlich im einstelligen Wattbereich. SolChe Zahlen kennt man ja in der heutigen Technik fast gar nicht mehr.



  • Die Einführung einer flächendeckenden Altersfeststellung würde alle Alternativen zu Big Tech und die Open-Source-Community besonders hart treffen. Denn der „EU Kids Act“ bietet kaum Ausnahmen: Zwar sollen Enzyklopädien wie Wikipedia und Open-Source-Softwareentwicklungsplattformen wie Codeberg ausgenommen sein, nicht jedoch dezentrale soziale Netwerke auf Open-Source-Basis wie Mastodon oder App Stores für freie Software wie F-Droid, Package Registries oder Open-Source-Distributionen.

    Da bin ich mal gespannt, wie das am Ende bei förderierten Diensten und Open-Source-Distributionen aussehen soll. Rennen die dann jedem Hinz und Kunz hinterher, der irgendwo einen Lemmy-Server im Keller stehen hat oder eine Distro zusammenpacketiert hat? Zumal es ja nie ein großer Aufwand war, sich dann einfach einen VPS außerhalb der EU zu mieten.





  • Fernseher sind allgemein so ziemlich die schlimmsten Geräte was diese Smart-Überwachungs-Praktiken angeht. Macht ja auch am meisten Sinn; sie sind oft zentral positioniert, das Nutzerverhalten sagt bereits einiges über die Interessen der Benutzer aus und man unterhält sich oft vor ihnen. Es ist heutzutage verdammt schwierig, überhaupt einen normalen “dumb-TV” zu kaufen. Vor einiger Zeit hatte ich mal darüber recherchiert und die einzige Möglichkeit war, sich einen aus dem Ausland zu importieren. Auch PC-Monitore kriegt man ja in der Regel nicht in der Größe, sonst wäre die beste Alternative ja einfach ein 50-Zoll-Monitor mit einem Raspi dran.







  • Er schreibt ja, dass es zwar hier konkret ein Fall mit der ARD ist, das Problem aber grundsätzlich überall in Europa existiert. Der Autor hat völlig recht, dass es einfach keinerlei Blick für digitale Infrastruktur gibt und diese auch nicht als solche erkannt werden. Mir scheint, solche Denkweise steht einfach geistig schon im kompletten Widerspruch zur neoliberalen Ideologie. Wer in Open Source investiert, investiert ja in Produkte, die auch die Konkurrenz nutzen kann, das ist natürlich undenkbar. Also lassen wir stattdessen lieber alles verwahrlosen, dann hat wenigstens niemand was davon.