• Jonski23 ( Jonski23@feddit.org ) 
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    29 days ago

    Ich fänd es mutig, wenn sie Worte finden würde, die ein wenig mehr… Konkret wären. Ich meine: wir wissen ja irgendwo, was sie impliziert, aber es ist nunmal nur eine interpretation.

    Wie ich es feiern würde, wenn aus einem Mund wir ihrem käme “jetzt sägt doch endlich den Friedrich ab”, oder ähnliches.

    Edit: typo

  • Heiliger Strohsack ( 123@feddit.org ) 
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    1 month ago

    »Ich glaube, wir müssen jetzt mal wieder, was wir viele Jahrzehnte nicht mussten, richtig für diese Demokratie kämpfen und uns einfach einsetzen und auch ein bisschen mutig sein und unser Wort stehen und sagen, das ist eine tolle Art zu leben«

    So wird Merkel in dem Artikel zitiert. Uff, echt jetzt, das ist ihre Botschaft? Demokratie ist eine Daueraufgabe, die jederzeit zu jedem staatlichen Handeln dazu gehört. Insbesondere als Berufspolitiky und als ehemals hohe und langjährige Repräsentantin eines laut Verfassung demokratischen Staates ist es aus meiner Sicht angesagt zu hinterfragen, zu optimieren, zu stabilisieren. “Jetzt mal wieder” demokratisch sein reicht nicht. Verdammt.

    Dann auch noch zu sagen, dass es “viele Jahrzehnte nicht” nötig gewesen sei ist aus meiner Sicht mehr als wild. Die Politik ihres Kabinetts hat mehr als einmal vom Verfassungsgericht Ansagen bekommen und selbst ohne diese gibt es mehr als genug Punkte für angemessene Kritik. Bloß “ein bisschen mutig” sein greift viel zu kurz.

    Merkel bekommt überall Gehör und Reichweite, kann sich sicher sein nach wie vor Einfluss zu haben und spricht dann so wie es der noch amtierende Steinmeier “müsste”/würde. Nicht zu fassen. Grr…

    • Kissaki ( Kissaki@feddit.org ) 
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      29 days ago

      und sagen, das ist eine tolle Art zu leben«

      Ist auch absurd. Ich verstehe was sie vermutlich meint, aber mit den Kontext der Probleme kann man das lesen als: Machs wie Trump, lüge und lobe dich und deine Arbeit und alles egal wie es tatsächlich ist.

      Nach Merkel und während Merz auf Unzufriedenheit mit “das ist eine tolle Art zu leben” zu reagieren - absurd. Klar soll es gegen bestimmte Programmpunkte sein - ist aber reichlich unkonkret und lost grundlegende Ursachen nicht.

      “Angela war schlecht und Merz ist scheisse, aber die afd wäre noch schlimmer” ware ein besserer Slogan.

      Ich habe noch versucht einen positiven im Sinne von aber unser geundsystem ist gut, aber das würde jene unzufrieden oder in schlechten Situationen auch nicht abholen.

    • Dachte ich mir bei Gabriel auch.

      Der Typ hat als SPDler die Arbeiter verkauft, ist danach nahtlos in diverse Aufsichtsräte gewechselt um Kohle zu scheffeln… und erzählt jetzt die faschistischen Folgen seiner Politik wären nunmal alternativlos. Rückgradloser gehts halt echt nicht mehr.

  • DirtSona ( DirtSona@feddit.org ) 
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    1 month ago

    Gibt es da irgendwas Inhaltliches was ich überlesen habe?

    Hält sie die Wahlen in Sachsen Anhalt für demokratisch? Wenn ja, dann wird wohl die AFD demokratisch zur stärksten Kraft und dies wäre nur ein weiterer Ausdruck unserer Demokratie.

    Oder hält sie es dort nicht für demokratisch? Was würde sie dann vorschlagen? Ein Preußenschlag? Um Sachsen Anhalt vor einer illegitimen AFD Regierung zu bewahren?

    • Es geht denen nicht per se um Demokratie, sondern um Bügerlichkeit. Du sollst Union, SPD, gerne auch noch Grüne wählen, aber bitte halte dich in diesem Korridor auf.

      Würde die Linke alleine regieren können, würde es ähnliche Apelle geben. Vielleicht würde es da nicht um “Demokratie” gehen, sondern um “unsere Wirtschaft”, aber personell wären es die quasi identischen ProtagonistInnen.

      Ansonsten müsste man tatsächlich Inhalte präsentieren, statt nur mit Moralismus zu argumentieren. Aber mehr als AfD = Nazi und “Demokratie 🥺🥺🥺🥺” kommt nicht.

    • Kissaki ( Kissaki@feddit.org ) 
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      29 days ago

      Bei der afd ist es leider nicht “nur ein Ausdruck unsrmerer Demokratie”, weil sie die Grundwerte die Demokratie ermöglichen offen abschaffen möchte.

      Ich hatte ja gehofft sie fordert endlich das Verbotsverfahren. Leider wurde ich enttäuscht.

  • plyth ( plyth@feddit.org ) 
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    1 month ago

    Durch ihren Schwenk nach links, um der SPD die Stimmen zu klauen, ist doch erst rechts von der CDU Platz für die AfD frei geworden.

    Sie muss sich vielleicht nicht entschuldigen, aber sie könnte den Fehler einräumen.

    Da die AfD keine 50% bekommt und die CDU so auf absehbare Zeit stärkste Kraft bleibt und den Kanzler stellt, kann dies alles Strategie sein.

    Kampf bindet nur die linken Kräfte, wenn die Elite Medien mit rechten Botschaften finanziert. Wer nicht AfD wählt, wählt CDU.

    Links würde gewinnen, wenn die AfD ein CDU Problem wird, weil sie ihre Stimmen klaut und sie rechte Themen besetzen müssen, die die Mitte verschreckt. Statt gegen AfD zu protestieren könnte man die Bevölkerung auch für linke Politik begeistern.

    • Durch ihren Schwenk nach links, um der SPD die Stimmen zu klauen, ist doch erst rechts von der CDU Platz für die AfD frei geworden.

      Komischerweise sind immer alle Beispiele für diesen “Schwenk nach links” einfach nur eine Weiterführung bestehendes Rechts gewesen.

      Dieser “Schwenk nach links” war immer schon Propaganda um das Overtone-Window zu verschieben. Merkel ist nie merklich nach links gerückt, sondern hat wirklich konservativ im eigentlichen Sinne des Wortes agiert.

      Ich bin echt kein Merkel-Fan, aber die Geschichte, dass Merkel irgendwie links war muss endlich sterben.

      • plyth ( plyth@feddit.org ) 
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        30 days ago

        Die weitreichenden Entscheidungen, die die CDU unter Merkel verändert haben, betreffen die Bereiche Gesundheitspolitik, Wehrpflicht, Atomausstieg, Mindestlohn und die Ehe für Alle. Die Marter der Euro- und Finanzkrisenpolitik sind dabei noch nicht mitgerechnet und auch nicht die Verwerfungen, die das Thema Flüchtlingspolitik in der Union verursacht hat.

        https://www.deutschlandfunk.de/bundeskanzlerin-der-wandel-der-cdu-unter-angela-merkel-100.html

        • Netter Artikel, aber was hat das mit meiner Aussage zu tun?

          Da steht absolut nichts über die Positionierung von Merkel auf dem links-rechts oder progressiv-konservativ Spektrums.

          Die Beispiele sprechen auch nicht wirklich für sich. Der Atomausstieg bspw. Da hat man nach Fukushima kommuniziert das deutsche Atomreaktoren sicher sind, man aber das aufgrund des öffentlichen Drucks trotzdem überprüfen werde. Die Überprüfung ist dann halt größtenteils negativ ausgefallen.

          Das war ja kein Projekt was sich Merkel auf die Fahne geschrieben hat, sondern man hat so lange verzögert, bis die Frage war: Schalten wir alle oder nur die meisten Reaktoren ab?

          Merkel hat also (anders als gewisse Politiker heute) keine Realitätsverweigerung betrieben, sondern auf die Bremse getreten bis es nicht mehr ging - konservativ eben.

          • plyth ( plyth@feddit.org ) 
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            29 days ago

            Da steht absolut nichts über die Positionierung von Merkel auf dem links-rechts oder progressiv-konservativ Spektrums.

            Die Zukunft Deutschlands liegt in der Mitte. Ganz gleich, welche Kapriolen die anderen drehen: Wir halten Kurs. Da wo die Mitte ist, sind wir, und da wo wir sind, ist Mitte.“

            Doch daraus ergibt sich auch eine lange Geschichte der Enttäuschungen in CDU und CSU.

            Die Überprüfung ist dann halt größtenteils negativ ausgefallen.

            Die Überprüfung fällt aus wie es politisch gewollt ist. Wir werden keine schlechteren Reaktoren haben als die Länder um uns herum.