• flops ( flops@feddit.org ) 
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    8 days ago

    Von solchen “echten Männern” ™ wird vermutlich nicht mal jeder 4. eine Freundin finden, weil wer will schon einen Typen, der an solche alten Rollenbilder glaubt und entsprechend höchstwahrscheinlich auch erwartet, dass eine Frau spurt, kocht und sexuell verfügbar ist wenn er will?

    Und Männer, die lange Zeit Single sind, werden (statistisch) eher rechts und gewaltbereit. Damit beißt sich die Katze in den Schwanz.

    Und ich wette, dieser Umstand ist auch den rechten Parteien und Influencer*Innen bekannt.

    • Was halt viele “Influencer-Alpha-Männer” nicht verstehen ist, dass selbstbewusst im Leben stehen und wissen was man will NICHT bedeutet, Frauen zu unterdrücken oder ein Arschloch zu sein…

      • Da ist halt richtig Radikalisierungspotenzial drin. Im Endeffekt heißt das ja, dass ein ordentlicher Anteil von Männern nie die Chance hat, eine Freundin zu gewinnen, eine Familie zu gründen und all das. Völlig egal, was sie tun, wie hübsch sie sind, wie nett, einfach pure Mathematik

        • Aber auch nur wenn wir den Dating-Pool Sachsen-Anhalts als isoliertes Gefäß betrachten.

          Und davon abgesehen, ist es recht unwahrscheinlich, dass die Hübschen und Netten zu den 17 gehören, die keine Partnerin abbekommen. Die örtlichen Wahlergebnisse legen nämlich nahe, dass mehr als 17 von 100 Männern dort eher nicht so die Sympathen sind, also rein mathematisch betrachtet.

          Ich glaube das ist den Rechten auch bewusst. In deren Idealvorstellung haben die ja alle ein Anrecht auf ein staatlich verordnetes Prachtweib aus der BDM Zuchtanstalt. Diese Fantasie kommt sicher nicht von ungefähr.

          • Aber auch nur wenn wir den Dating-Pool Sachsen-Anhalts als isoliertes Gefäß betrachten.

            Im Kern ist er das ja. Besonders viele Zuwanderer kommen ja in den ländlichen Gebieten nicht dazu. Und natürlich kannst du als junger Mensch dann abwandern, um zu hoffen, dass du in den Großstädten besseren Anschluss findest. Aber das ist dann natürlich für alle, die das nicht können, weiterhin schwierig. Zudem gibt es natürlich auch die Zahlen, dass es deutschlandweit mehr junge Männer als junge Frauen gibt und nur in wenigen Unistädten ist das anders.

            Ich weiß auch nicht, ob diese Idee, dass AfD-Wählerschaft undatebar macht, wirklich greift. Natürlich gibt es da diesen Spalt in der Gesellschaft, aber wenn man sich die Wahlergebnisse anguckt, wird die AfD auch von Frauen gewählt und die daten im Zweifelsfall dann auch die AfD-Männer und nicht die Grünen-Männer.

        • Also das geht aber auch nur von dem Fall aus, dass Frauen nur mit einem einzigen Mann im Leben zusammen sind. Das entspricht halt einfach nicht der Realität.

          In der Realität haben viele Frauen mehrere Beziehungen im Leben und teilweise auch mit mehreren Personen Kinder. Rein rechnerisch geht das also mehr als auf.

          Was du hier machst ist (sehr sicherlich unbewusst) die Incelerzählung der Chancenlosigkeit zu verbreiten, obwohl sie nunmal nicht so stimmt.

          Und damit möchte ich keine Schwierigkeiten oder Asymmitrien im heutigen Dating oder in bestommten Dating kleinreden.

          • Ich glaube da gehe ich bei dir nicht mit. Ich habe drüber nachgedacht und irgendwie überzeugt mich diese “Frauen haben mehrere Beziehungen im Leben” nicht so ganz. Der Mensch will ja im Idealfall die eine, lang anhaltende und glückliche Beziehung und nicht einen ganzen Scherbenhaufen an Ex-Freunden und Ex-Freundinnen, bei denen zwar alle mal irgendwie mal dran kommen, aber wo nichts bleibt und langfristig ist. Und wenn die stabile, langfristige und monogame Beziehung der von den meisten Menschen gewünschte Beziehungstyp ist, dann geht es wieder mathematisch nicht auf. Selbst wenn sich das mal durch Trennungen durchmischt

    • Ooops ( Ooops@feddit.org ) 
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      ·
      8 days ago

      Die meisten waren schon erfolglos, bevor sie an rechte Influencer geraten sind, die ihnen erklärt haben, dass es gar nicht an ihnen liegt und wie sie es ändern können…

  • Ich wünschte, man könnte den jungen Männern irgendwie vermitteln, wie befreiend es sein kann, Maskulinität und Sexualität selbst zu leben und zu definieren.

    Ich finde es z.B. toll, im Wald mit Paintballs auf Freunde zu schießen, Motorrad zu fahren, zu handwerkern oder Counter Strike zu spielen, lasse mir aber auch gerne die Nägel bemalen, koche, bin gegen das Auto in Innenstädten, esse kaum Fleisch und würde mich freuen, wenn meine Frau so richtig Karriere macht und mehr verdient als ich.

    Menschen sind komplex, selbst in meiner sehr oberflächlichen Auflistung finden sich schon Widersprüche. Da kann man doch echt nur unglücklich werden, wenn man sich dermaßen hart in männlich/weibliche Schubladen presst.

    • und würde mich freuen, wenn meine Frau so richtig Karriere macht und mehr verdient als ich.

      Fühl ich so sehr. Ich würd gern einfach Hausmann sein, vllt noch halbtags arbeiten und mich um den Garten, das Haus und das Kind kümmern

    • So ist es richtig. Einfach machen worauf man BOCK hat! Ich scheiß auf die Meinung anderer oder festgefahrene Ansichten… meistens ist hinter der Alpha-Männer-Maske eh nicht viel dahinter…

    • Man darf es auch offen sagen: Gewisse Teile der netzfeministischen Szene fröhnen ganz fleißig dem Hass auf das andere Geschlecht und sind mittlerweile so abgedriftet und haben sich mit diversen Schlagwörtern so kritikresistent gemacht, dass sie jeden am Thema interessierten Mann direkt vergraulen. Da wird dann ein Horrorszenario aufgebaut, dass alle Männer Vergewaltiger sind oder gar ihre Frauen umbringen wollen. Da wird dann lautstark gefordert, dass alle Männer irgendwie sich entschuldigen sollen, wenn irgendwo 700km entfernt ein Mann ein Verbrechen begeht oder generell und pauschal und sexistisch getönt, dass Männer ja weniger klug sein oder dass die Meinung von “alten, weißen Männern” irrelevant sei. Mit so einem Verhalten vergrault man wirklich Leute.

      (das bedeutet jetzt nicht, dass jeder direkt zum Nazi werden muss, aber auf diese Weise vergraulen linke Kreise dann interessierte Menschen. Du gehst im Zweifelsfall nur einmal zu einer Veranstaltung im linken Jugendzentrum und wenn du dann hörst, dass du bei irgendwelchen Veranstaltungen nicht mitmachen darfst, weil du ja potentieller Vergewaltiger bist und es SafeSpaces benötigt, dann gehst du da nicht mehr hin)

        • Ich möchte jetzt keine Leute hier an den Pranger stellen, aber im Fediverse ist das gerade auf Mastodon doch sehr stark verbreitet. Such dir einfach ein beliebiges Starterpack “Netzfeminismus” oder “Feminismus” und schau, wie schnell du hart sexistische Aussagen findest.

    • Rechts zu sein ist ok. Rechtsextrem abzudriften kann man nie - mit keiner Begründung. Damit ist auch so ziemlich jedes anfächern eines Konfliktes gegen “genderfluide blablabla” irgendwie sinnlos. Das ist Kampfsprache. Klar gibt es jetzt eine Subkultur die sich mit Looksmaxxing, “Härte” und “Männlichkeit” auseinandersetzt - statt einfach Mann zu sein und es anstelle von künstlicher Beschäftigung mit den eigenen Chromosomen mal mit Verständnis, Liebe, Ethik auseinandersetzt. Die bekommen aber maximal noch in der Schule ein Mädchen ab, danach gehts dann bergab mit den Beziehungen - jede vierte Ehe geht in Deutschland in die Brüche, und gerade rechtsextreme schieben viel Frust über das Alleinsein (das sie laut eigener Heldengeschichte NIE selbst verursacht haben). So viele Frauen die auf kantige, harte Schläger mit frauenfeindlichen Sprüchen stehen existieren nicht.

      • Rechts zu sein ist halt leider nicht okay. Denn in der Praxis heißt das Befürwortung von Abtreibungsverboten oder zumindest des beschissenen Status Quo in deutschsprachigen Ländern, die Forderung nach Transfeindlichkeit die gesetzlich zementiert werden soll und ein Blick auf die Welt, die aktuelle Genderungerechtigkeiten einfach komplett ausblendet oder befürwortet. Bestimmt gibts noch vieles mehr, aber schon alleine das ist halt nicht okay.