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Cake day: March 28th, 2025

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  • Mein kleiner take dazu, da ich selbst unterrichte (Deutsch, Geschichte, Informatik):

    Ja, die Kids können das heute oft (!) nicht mehr - an und für sich wäre das nicht-lesen-können analoger Uhren auch kein Untergang, da sie sowohl im privaten Gebrauch, als auch in der Öffentlichkeit zunehmend verschwinden.

    ABER - und da kommt jetzt der Deutschlehrer raus: Unsere Sprache kennt viele Arten, Uhrzeiten auszudrücken - und die meisten in der gesprochenen Alltagssprache gebräuchlichen Ausdrucksweisen konzeptualisieren irgendwo das Ziffernblatt. Jetzt hab ich in meinen Klassen Kinder sitzen, die z.B. nicht verstehen, was gemeint ist, wenn man ihnen sagt, dass man sich um “Halb 9” trifft - oder eben um “fünf nach halb 9”. In den obskuren Regionen, die Zeitpunkte bzw. Zeiträume mit Bezeichnungen wie “Dreiviertel Sieben” angeben, wird das ganze noch offensichtlicher. Klar - für die reine Uhrzeit würde es reichen zu sagen “Es ist Zehn Uhr Fünfunddreißig” aber darum gehts nicht. Die Kommunikation wird beeinträchtigt und damit die Fähigkeit, sich auszutauschen.

    Mit dem Verlust dieser kommunikativen Fähigkeit, welche maßgeblich darauf aufbaut, dass man den Aufbau eines Ziffernblatts versteht, geht auch eine ganze Reihe weiterer hilfreicher Konzepte verloren - z.B. in der Mathematik. Ich z.B. visualisiere mir den Bruch 3/4 immernoch mit einem Dreiviertelkreis, das so kommunizieren zu können, vereinfacht tatsächlich die Zugänge zu bestimmten mathematischen, naturwissenschaftlichen oder informatischen Konzepten - es nicht zu können, macht das Leben schwerer.

    In Kombination mit der immer stärker zurückgehenden Lesekompetenz - die m.M.n in direktem Zusammenhang mit einer abnehmenden Leistung des Arbeitsgedächtnisses steht (was wieder ganz andere Methodik benötigt als die bloße Lese-Lern-Methodik, mit der wir immer wieder gegen die Wand laufen) - schaffen wir gerade das Fundament für eine Kohorte an Kindern und Jugendlichen, die gerade in der Welt, wie wir sie bauen, immense Probleme haben werden, sich zu orientieren und mit alltäglichen Dingen klarzukommen.


  • Wir sind an dem Punkt, wo das für die Lehrenden das kleinere Problem ist - für die Lernenden dagegen das viel größere.

    Unseren Schülern fehlen grundlegendste Fähigkeiten im Umgang mit PCs - woher sollten sie die auch haben? Die haben zu 75% sowas gar nicht mehr im Haus. Smartphone und - wenn sie es denn mal laden - das iPad, das sie von der Schule haben, sind da die einzigen Computer im Haushalt. Die lernen nicht mehr die Grundlagen, die es bräuchte, um produktiv zu arbeiten. Das müssen wir ihnen heute sehr kleinschrittig beibringen.

    Wir haben die Vorkenntnisse eines Senioren-PC-Kurses an der VHS in den frühen 2000ern gepaart mit der TikTok-zersägten Aufmerksamkeitsspanne moderner Kids.

    Ich bin jetzt schon die dritte Woche dran, meinen Kids zu vermitteln, wie sie Ordner und Dateien erstellen und wiederfinden können. Es ist nicht einfach. Von irgendwelchem KI-Zeug, das über unreflektiertes reingehacke von Prompts mit darauffolgender unreflektierter Übernahme der Ergebnisse hinaus geht, sind wir Äonen entfernt.

    Also ja, bedingte Zustimmung zu dem Artikel: Sehr viel Bullshit da drin und wenn man sich anhört, was unsere Bildungspolitiker zu dem Thema sonst so absondern, rollt’s dir die Fußnägel hoch. Aber das ist nichts neues - muss auch immer ein bisschen lachen, wenn ich höre, was man sich unter Kollegen, Schulleitungen und Ministerialbeamten so unter dem Fach “Informatik” vorstellt, das jeder gepusht haben will - von dem er aber was völlig falsches erwartet.









  • Klar wird er das - je mehr Menschen BEVs fahren, desto weniger werden sich noch für 'nen Verbrenner entscheiden. Gegen die Zoe meiner Frau wirkt mein Mittelklassekombi EZ2015/Modell von 2008/9 geradezu steinzeitlich und noch dazu ist er unverhältnismäßig teuer im Unterhalt - wenn das Auto seine 250, 300tkm erreicht hat, wird er auch durch ein E-Auto abgelöst werden. Dann mache ich auf den paar Urlaubsfahrten im Jahr halt zweimal 'ne Stunde Pause. Ich sehe diesen “Trend” auch sonst im Umfeld. Wo Verbrenner kaputtgehen werden vermehrt E-Autos angeschafft. Einfach weil sie unterm Strich die besseren, günstigeren Autos sind.

    Noch wichtiger als das wäre es aber freilich den ÖPNV auszubauen und vor allem Fernfahrten mit dem Zug schneller, zuverlässiger, familienfreundlicher und erschwinglicher zu machen. Von mir aus auch mit Subventionen.