• zaphod ( zaphod@sopuli.xyz ) 
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    4 days ago

    In der Begründung schrieben die Antragsteller, die Verlegung von Stolpersteinen auf öffentlichen Gehwegen führe dazu, „dass Passanten - bewusst oder unbewusst - über die Namen von Opfern hinweggehen oder sogar darüber treten“. Das empfänden viele als nicht angemessen für ein würdevolles Erinnern.

    Was ein Schwachsinn.

    • Ist allerdings mehr oder weniger der Grund warum es in München kaum Stolpersteine gibt. Da allerdings kommt diese Argumentation von Charlotte Knobloch und der Israelitischen Kultusgemeinde.

      Hab ich - so sehr man diese Frau für ihren Einsatz für jüdisches Leben in Deutschland auch schätzen kann - schon immer für absoluten Schwachsinn gehalten. Dass jetzt diese Argumentation auch von rechts kommt bestätigt mich da irgendwie.

      • JoKi ( JoKi@feddit.org ) 
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        3 days ago

        Ich finde die Argumentation auch nicht sonderlich überzeugend. Bewusste Schändung von Denkmalen ist unabhängig von der Ausgestaltung. Und unbewusste Missachtung ist ja nicht böswillig.

        In unserer Stadt gibt es auch Stolpersteine und ich komme immer wieder mal an welchen vorbei und schaue sie mir nochmal an, eben weil man so unvermittelt darüber “stolpert”. Ich glaube nicht, dass eine Plakette an den Häusern oder gar ein an den Stadtrand gedrängtes Denkmal, einen ähnlichen Effekt hätte.

      • Enkrod ( Enkrod@feddit.org ) 
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        3 days ago

        Die Argumentation kommt ja nur von rechts WEIL das eine altbekannte Argumentation ist, die sich einfach vorschieben lässt. Das sagt nichts über den Inhalt der Argumente aus.

      • Das ist nichts neues, der Kritikpunkt ist so alt wie das Stolperstein-Projekt. Macht es hier jetzt aber nicht besser und es zeigt auch schön, warum die Brandmauer demnächst fallen wird.

    • Würde jetzt ein Bündniss aus Grünen, Spd, Linken vielleicht auch Cdu mit der Begründung Stolpersteine abschaffen wollen, würde ich das verstehen. Ich persönlich finde Stolpersteine eine gute Art an die Menschen zu erinnern, aber ich versteh auch wenn man das anders sieht.

      Problematisch ist eher dass die Afd beteiligt ist. Die hat nämlich ein Interesse daran die Erinnerung an diese Zeit zu verfälschen oder ganz auszulöschen.

  • JoKi ( JoKi@feddit.org ) 
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    4 days ago

    Ein fraktionsübergreifender Antrag sieht stattdessen am Stadtrand eine Sammel-Gedenkfläche für Opfer von Krieg, Diktaturen und Nationalsozialismus vor.

    Die Idee der Stolpersteine ist doch gerade im Alltag auf die Steine zu treffen und vor allem auch in der Stadt zu bemerken wo die Opfer gelebt haben bzw. dass diese Teil der Gemeinschaft zwischen allen anderen waren.

      • Macht ja auch Sinn: Eine einzelen Gedenkstätte ist schließlich in naher Zukunft viel einfacher abzureißen als mühsam die ganzen Steinchen zusammen zu suchen. Insbesondere am Stadtrand wo es eh kaum jemandem auffällt. /s

        • JoKi ( JoKi@feddit.org ) 
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          3 days ago

          Dass sich die Union beim Herausdrängen der Erinnerungskultur an den Stadtrand beteiligt wiegt in der Tat am schwersten. Daran ändert auch die Argumentation des Überlaufens der Steine nichts. Hier wirkt es so, als lasse sich die Union mal wieder von der AfD vorführen, im Glaube ihre Themen stehlen zu können.

    • anton ( anton@lemmy.blahaj.zone ) 
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      3 days ago

      Sammel-Gedenkfläche für Opfer von Krieg, Diktaturen und Nationalsozialismus

      Viele deutsche Soldaten die im 2. Weltkrieg gefallen sind, sind Opfer des NS und viele sind Täter. Wenn ich durch ein Dorf fahre und dort so ein Weltkriegsdenkmal sehe habe ich immer ein mulmiges Gefühl.

      Was aber nicht geht, ist Juden, Schwule, Linke, Behinderte, Sinti und Roma, und andere Opfer des Holocaust mit Tätern und Mitläufern gleichzusetzen, nur weil beide im gleichen Zeitraum gestorben sind.

      • JoKi ( JoKi@feddit.org ) 
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        3 days ago

        Ja, das “sammeln” der Opfer verwischt deren Leid noch zusätzlich. Wirkt wie ein weiterer Versuch der AfD hier die Geschichte “nachzujustieren” um nicht in einem weiteren “Denkmal der Schande” den Holocaust gut sichtbar zu machen. Wirklich traurig, wie sich die Union dafür instrumentalisieren lässt.