• Wie das Kängeruh schon so schön sagte: die einen zünden Autos an die anderen Leute.

    Da letzteres in der Brieftasche wehtut und vor allem auch noch unschuldige Autos attackiert muss an der Stelle gehandelt werden. Sieht man doch auch am Umgang mit dem Klima-Protest.

    Ich glaube aber ein Teil der AFD-Wähler ist noch zu retten weil ich mal unterstelle das sind nicht unbedingt im Durchschnitt besonders gut informierte Bürger. Es müsste nur eine Partei sinnvoll Leute einfangen die sich abgehängt fühlen und Sozialneid entwickelt haben.

    Die Demografie ist sicher nach Gegend anders, zum Beispiel im tiefsten Brandenburg VS Ruhrgebiets-Städte.

    In der Gegend wo wir wohnen leben z.B. viele Erdogan-Wähler die auch pro AFD sind. Das sind keine rechten Schläger die sich nach Unterdrückung sehnen sondern sie glauben dass ihnen Flüchtlinge etwas wegnehmen und gehen der AFD auf den Leim ohne wirklich das Parteiprogramm gelesen und/oder verstanden zu haben.

    • narp ( narp@feddit.de ) 
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      28
      ·
      3 years ago

      Worum muss man sich denn beim “Linksextremismus” kümmern? Um den Rückgang von Körperverletzungs- und Brandstiftungsdelikten? Die meisten Straftaten sind Sachbeschädigung und Widerstandsdelikte. Aber klar, Autos anzünden und sich von der Polizei schikanieren lassen ist genauso besorgniserregend wie organisierte rechte Kampftruppen, die Ausländer krankenhausreif schlagen und aufgrund von Staatsversagen immer noch frei durch die Gegend laufen. Wenn dann Nazis verprügelt werden, geht’s aber auf einmal ganz einfach und schnell mit medialen Posaunen und politischen Gehabe.

      • Aber klar, Autos anzünden und sich von der Polizei schikanieren lassen ist genauso besorgniserregend wie organisierte rechte Kampftruppen, die Ausländer krankenhausreif schlagen und aufgrund von Staatsversagen immer noch frei durch die Gegend laufen.

        Sagt doch niemand, dass es “genauso schlimm” ist, aber dein Beitrag wiederum impliziert, dass Du Autos anzünden und Sachbeschädigung ok findest und ich finde das halt nicht ok.

        Das eine schließt das andere nicht aus. Rechtsextremismus muss konsequent verfolgt und hart bestraft werden (mindestens Gefängnis ohne Bewährung bei schweren Verletzungen oder schlimmer), aber das heißt nicht, dass Sachbeschädigung in Ordnung ist.

        • narp ( narp@feddit.de ) 
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          17
          ·
          3 years ago

          Eben doch! Links wird teilweise nicht als “genauso schlimm”, sondern als schlimmer als Rechts angesehen, genau das ist doch das Problem!

          Klima-RAF/Terror, AntiFa intoleranter als Faschisten (ohboy) etc.

          Die Rechten wollen Ausländer, Schwule, trans Männer/Frauen, Andersgläubige, etc. “beseitigen” und bekommen dafür von den Medien, den Politikern und den Richtern nur ein Achselzucken.

          Währenddessen wird alles was links ist (Proteste gegen: Klimawandel, Faschismus, soziale Ungerechtigkeit, Untätigkeit der Politik etc.) medial hochgehypt bis den Leuten der Schaum vorm Mund steht. Wir haben mittlerweile Menschen in Deutschland die wie in den USA eine Biermarke boykottieren, weil sie mit einer Regenbogenflagge geworben haben.

          Nimm dazu noch die steigenden Umfragewerte der AfD und das rechte Anbiedern der CDU und es sollte doch jedem klar werden, was denn nun das wirkliche Problem in Deutschland ist momentan. (hint: it’s not Sachbeschädigung, es ist nicht einmal erwähnenswert)

            • narp ( narp@feddit.de ) 
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              3 years ago

              Argumente mit wissenschaftlichen Fakten an die sie nicht “glauben”? Diese Leute leben in ihren rechten Blasen, weil sie dort ihre menschenverachtende Weltanschauung durch Lügen, Fakenews und Verschwörungstheorien bestätigt bekommen. Der einzige Grund warum sie an Diskursen teilnehmen ist um diese Anschauung hinauszutragen und salonfähig zu machen. Aber ja, die Gegner der AfD sind zu schwach, man muss der Partei und deren Anhänger jede Art von Reichweite und Bühne nehmen.

              Und nein, das ist nicht undemokratisch. Faschismus ist keine Demokratie, Faschisten nutzen jeglichen Spielraum um die Demokratie zu unterwandern und abzuschaffen, sie sind Feinde der Demokratie und Toleranz ihnen gegenüber darf keinen Platz in unserer Gesellschaft haben.

                • narp ( narp@feddit.de ) 
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                  ·
                  3 years ago

                  AfD-Wähler sind keine missverstandenen Opfer unserer Gesellschaft. Sie geben ihrem Hass ein Ventil indem sie es auf Minderheiten richten. Was du wirklich meinst mit “Gegenangeboten” ist auf ihre Forderungen/“Ängste” einzugehen. Hast du diesen Tipp der CDU gegeben? Scheint nur nicht zu funktionieren, ganz als ob die Theorie stimmt, dass wenn man rechtsextremes Gedankengut legitimiert, am Ende nur die Faschisten davon profitieren. Also schön so weitermachen und sehen wie die AfD immer mehr Zuwachs bekommt, großartige Idee!

                  Ob Ausgrenzung funktioniert oder nicht werden wir vielleicht bald sehen, falls die Partei aufgrund ihrer antidemokratischen Einstellungen verboten werden muss.

            • oliver ( oliver@friendica.xyz ) 
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              ·
              3 years ago

              Zu glauben, Nazis hält man mit Taubenschach in Schach, ist tatsächlich noch ne Spur naiver, als an den Staat im Kampf gegen Rechts zu glauben. Und das ist schon hart am Limit, wenn man sich mal in Bedrohte in Nazidörfern reinversetzt.

        • Helix 🧬 ( Helix@feddit.de ) 
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          1
          ·
          3 years ago

          aber das heißt nicht, dass Sachbeschädigung in Ordnung ist.

          Ich finde, man sollte da zwischen gesetzlicher und moralischer Ordnung und Notwendigkeit unterscheiden. Sachbeschädigung ist meiner Meinung nach völlig in Ordnung, um andere Straftaten zu verhindern oder als Alternative zur Beschädigung von Menschen. Mir wäre es lieber, wenn jemand an mein Auto tritt, als an meinen Kopf.

          Wehe einer kommt vorbei und versucht das, dem trete ich gegen’s Fahrrad

      • Weiß nicht ob dir das entgangen ist, aber die aktuelle Diskussion um Lina E. hatte was zu tun mit politischen Feind ausspähen, auflauern und zusammenschlagen.

        Klingt für mich nach selber Kategorie wie wenn Rechte Ausländer verprügeln.

        • Helix 🧬 ( Helix@feddit.de ) 
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          3 years ago

          Man könnte auch sagen, der politische Feind hätte das in mehrfacher Ausführung gemacht und das wäre Vigilantismus gewesen. Ich missbillige die ergriffenen Mittel ebenso, aber der “politische” Gegner ist meiner Meinung nach ein gefährlicher Staatsfeind, gegen den der Staat nichts unternommen hatte. Die mildernden Umstände, die bei der Diskussion zur Gefängnisstrafe angeführt wurden, sind meiner Meinung nach legitim.

    • Fistie ( Fistie@feddit.de ) 
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      18
      ·
      3 years ago

      Absolut richtig, jedoch bekomme ich vermehrt den Eindruck, dass vor allem linker Extremismus in letzter Zeit von den Medien mehr verteufelt wird als rechter Extremismus.

      Das mag evtl. an dem Fall Lina E. liegen, jedoch habe ich Urteile und Maßnahmen gegen rechte Gewalt in den letzten Jahren nicht so präsent wahrgenommen wie kürzlich gegen den Linksextremismus…

      • Das liegt aber auch an der Art wie in den Medien berichtet wird. Selbst imho relativ seriöse Blätter wie die Zeit schreiben selten darüber wenn gegen Rechte vorgegangen wird. Wenn da eine Demo aufgelöst wird o.Ä. erscheint das nicht in der Zeitung, manchmal nicht mal in der lokalen Zeitung. Warum auch immer …

    • Naja, es gibt schon große Unterschiede in Qualität und Quantität der Gewalt. Und die Motivation darf man meiner Meinung nach auch nicht vernachlässigen. Die Gewalt von recht richtet sich gegen Mitbürger mit anderer Hautfarbe, Religion und sexueller Orientierung, die Gewalt von links hauptsächlich gegen diejenigen die diese Gewalt ausüben. Es wäre natürlich schön wenn es keine Gewalt geben würde, aber solange es Gewalt von rechts gibt (und der Staat seiner Aufgabe das zu unterbinden nicht nachkommt) finde ich Gewalt gegen Nazis weniger schlimm als Gewalt von Nazis.