Viele Arbeitnehmer sehnen sich danach, weniger zu arbeiten und liebäugeln mit der Vier-Tage-Woche. IW-Chef Hüther bezeichnet dies als unrealistischen Traum. Vielmehr müssten die Deutschen wieder mehr leisten. Das Heil allein in mehr Zuwanderung zu suchen, ist in seinen Augen auch keine Lösung.
Hab ne Zeit lang mal ganz gerne den Economic Challenges Podcast mit ihm und Bert Rürup gehört, einfach um auch mal aus ner anderen Richtung ökonomische/volkswirtschaftliche Themen zu hören. War teilweise ganz interessant, oft zu viel fachchinesisch und detailliert für mein Laienverständnis. Aber irgendwann wurde mir das zu viel Rumjammern, dass es der armen deutschen Wirtschaft so schlecht geht und wir uns doch jetzt mal zusammenreißen können und bloß keine Wettbewerbsnachteile durch irgendwelche Regeln oder Ansprüche entstehen dürfen, sonst kommt der böse Chinamann und die Welt geht unter. Sehr überzeugt von sich der Typ, labert für meinen Geschmack aber auch viel Unsinn wenn der Tag lang ist. Den Blick für die Arbeitnehmer hat er wirklich nur von oben im Rahmen seiner VWL-Theorie, von der Lebenswirklichkeit der Menschen hat er wenig Ahnung
Bert Rürup ist auch ein Name, den ich länger nicht mehr gehört habe. Ich halte das nach ihm benannte Rentensystem nach wie vor grundsätzlich für gut und hätte mir eine breitere Akzeptanz kapitalgedeckter Renten mit ansonsten ähnlichen Eigenschaften wie dem umlagefinanzierten öffentlichen Rentenssystem gewünscht. Spätestens nach dem Gig bei AWD hatte ich den aber auch abgeschrieben.
Den nun zusammen mit Michael Hüther würde ich wahrscheinlich auch nicht allzu lange aushalten. Dabei wäre so ein klein wenig VWL-Theorie für die Massen (und insbesondere auch mich) ja eigentlich gar nicht so verkehrt und Podcasts sind ja eigentlich ein ganz nices Medium. Hast du zufällig eine Alternative für den Handelsblatt-Podcast gefunden?